Häufiges Fehlverhalten, teilweise auch unbewusst, führt vermehrt zur Verunreinigung der Gewässer im Stadtgebiet. Zur Vermeidung von Gewässerverunreinigungen sind laut städtischem Fachgebiet Umwelt und Gewerbeaufsicht einige grundlegende Dinge zu beachten.
Der größte Teil der Stadt und der Ortsteile wird im sogenannten Trennsystem entwässert. Das heißt, dass Schmutzwasser getrennt von Regenwasser entsorgt wird. In einigen wenigen Bereichen kommt noch ein Mischsystem zum Einsatz, bei dem Schmutz- und Regenwasser in einem Kanal entsorgt werden. Schmutzwasser sind Abwässer aus Waschbecken, Duschen oder Toiletten. Dieses Wasser wird der kommunalen Kläranlage zugeführt. Regenwasser, das von Dach-, Hof- und Straßenflächen über Regenrinnen oder Gullys in die Regenwasserkanalisation fließt, wird direkt den umliegenden Gewässern zugeleitet. Da auf diese Weise keine Reinigung stattfindet, darf in die Regenwasserkanalisation ausschließlich unverschmutztes Wasser gelangen.
Daher darf verunreinigtes Wasser nur über die Schmutzwasserkanalisation, also über das Waschbecken oder die Toilette, abgeführt werden. Lösungsmittel, beispielsweise in Farben oder Verdünnungen, gehören generell nicht in die Abwasserkanalisation. Sie sind über die Sondermüllsammlung zu entsorgen. In das Regenabwassersystem darf auf keinen Fall Waschwasser gelangen, wie es bei der Autowäsche oder dem Reinigen von Malerwerkzeugen entsteht.
Zu Gewässerverunreinigungen kommt es häufig durch das Einleiten von Baustellenabwässern wie Bohrspülwasser oder Betonschlämme. Dies hat negative Auswirkungen auf die Wasserqualität und die heimische Tierwelt. Wasserverunreinigungen können bereits in kleinstem Ausmaß erhebliche Folgen nach sich ziehen. Schon kleine Mengen an Giftstoffen oder verschmutztes Abwasser aus Baustellen können zu einem Fischsterben führen.
Auch das Entsorgen von Grünschnitt in die hiesigen Gewässer ist nicht erlaubt. Grünschnitt bleibt häufig gerade an schmalen Durchlässen hängen oder setzt sich in langsam fließenden Gewässerabschnitten ab. Das trägt zur Verminderung der Wasserqualität bei. Ursache ist der erhöhte Sauerstoffverbrauch und der höhere Nährstoffeintrag ins Wasser. Ebenfalls zu einem überhöhten und unnatürlichen Nährstoffeintrag in das Gewässer kommt es durch das Füttern von Tieren, wie beispielsweise Enten oder Fischen. Die Nährstoffe führen zu vermehrter Algenbildung.
Laut Stadtpressestelle kann die Verunreinigung von Gewässern strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Für Fragen stehen die Mitarbeiter des Fachgebietes Umwelt und Gewerbeaufsicht unter der Rufnummer 07221/93-1501 zur Verfügung.
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