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Es war nicht die erste Ehrung des Vereins im Rathaus und so eröffnete Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch seine Ansprache mit den Worten: „Wir sind nichts anderes mehr gewöhnt“.
Fünf erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler des Jiu-Jitsu-Kampfsportvereins Rastatt wurden mit einem Empfang im Historischen Rathaus für ihre Erfolge geehrt. Die jungen Sportlerinnen und Sportler errangen bei der Weltmeisterschaft in Gent (Belgien) fünf Podestplätze, genauer: zweimal Gold, dreimal Bronze und einmal den fünften Platz. Geehrt wurden Susanne Wagner, Roman Apolonov, Kristina Ott, Lars Sowa, Sylvia Gayny sowie Larissa Hertweck. Sie bekamen Gutscheinen des Gewerbevereins RA³ überreicht.
Auch Karl-Heinz Amberg, Vorsitzender des Vereins, war beim Empfang vertreten; der Trainer Angelo Fasulo war leider verhindert. Das Stadtoberhaupt konnte zudem die Vertreter der Fraktionen im Gemeinderat willkommen heißen, und zwar Monika Zierz (CDU), Uwe Sticher (SPD), Markus Reuter (FW) und Gudrun Eisenhauer (ALG). Für den Stadtausschuss für Sportvereine war Fritzkarl Streckel zugegen.
„Sie haben eine überaus erfreuliche, überzeugende und unschlagbare Bilanz aus Gent mitgebracht“, so der OB. Susanne Wagner gewann in der Klasse U 18 bis 52 Kilogramm überraschend den Weltmeistertitel, und das gleich beim ersten internationalen Turnier überhaupt, was das Stadtoberhaupt als Sensation wertete. Roman Apolonov, der nach Worten des Vorsitzenden Amberg schon alles gewonnen hatte, was man gewinnen kann, konnte auch in Gent überzeugen und kämpfte sich zum Weltmeistertitel vor. Nicht ohne Grund wurde Apolonov im Jahr 2010 zum Juniorensportler der Stadt Rastatt gewählt.
Kristina Ott (U 21 bis 49 kg) und Lars Sowa (U 18 bis 73 kg), starteten beide zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft. Sie waren offensichtlich sehr gut vorbereitet zu den Wettkämpfen gefahren und errangen so jeweils die Bronzemedaille: „Eine Leistung, die uns allen Hochachtung abverlangt“, so der OB.
Sylvia Gayny, die im Jahr 2007 den Weltmeistertitel nach Rastatt holte und bei der Sportlerehrung der Stadt Rastatt drei Jahre in Folge zur Juniorensportlerin des Jahres ernannt wurde, holte erneut eine wichtige Platzierung und zwar die Bronzemedaille U 21 bis 70 kg. Abgerundet wird das gute Abschneiden des Rastatter Teams von Larissa Hertweck. Der OB gratulierte zu einem guten 5. Platz und zwar in der Klasse U21 bis 49 Kilogramm.
Der Oberbürgermeister dankte dem Verein und allen Athleten, dass sie den Namen Rastatts mit diesen Erfolgen in alle Welt tragen. „Hartes Training, unermüdlicher Fleiß und ein eiserner Wille kennzeichnen jeden Einzelnen von ihnen. Wenn das zusammen kommt, dann kann alles gelingen.“
Bis zu 20 Stunden verbrachten die jungen Sportlerinnen und Sportler in den Wochen und Monaten vor der Weltmeisterschaft im Trainingszentrum in der Karlstraße. Immer dabei war der Trainer Angelo Fasulo, dem OB Pütsch für seinen überragenden Einsatz dankte.
Die Siege wurden anfänglich als Zufall abgetan, „aber es hat irgendwie nicht mehr aufgehört“, betonte der Vorsitzende Karl-Heinz Amberg. Lobend erwähnte er die „optimalen Trainingsbedingungen“ und betonte, dass man diesbezüglich weiterhin in guten Gesprächen mit der Stadt stehe. Er sei zuversichtlich, eine gute Lösung zu finden.
Beim anschließenden Umtrunk gab es eine besondere Überraschung, denn zum ersten Mal hatte die Stadtverwaltung die Kochkünste des Projektes „Koch-ASSe“ in Anspruch genommen. Bei diesem Projekt stellen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Augusta-Sibylla-Schule Häppchen für Veranstaltungen innerhalb der Schule her. Außer Haus werden Aufträge von Einrichtungen entgegen genommen, die mit der Schule verbunden sind. OB Pütsch hatte die liebevoll dekorierten Häppchen bei einer Veranstaltung kennen gelernt und zeigte sich gleich begeistert von der Idee. Die „Koch-ASSe“ arbeiten nach dem Prinzip einer Schülerfirma. Der Erlös, der nach Abzug der Ausgaben verbleibt, fließt in die Klassenkassen. Ziel des Projektes ist es, die Schüler für ihr spätes Leben in praktischen Bereichen der Küche zu trainieren und zudem Tugenden wie Zuverlässigkeit oder Pünktlichkeit zu üben. Die Gäste des Empfangs im Rathaus waren auf jeden Fall begeistert von den leckeren Kreationen.
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