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Konzept der star.Energiewerke überzeugt Investoren. Verträge für Versorgung des neuen Einkaufszentrums unterzeichnet – Startschuss für den Aufbau einer innovativen Nahwärme- und Kälteversorgung

SchlossGalerie Rastatt, Fertigstellung September 2013 geplant, fast alle Gewerbeflächen sind bereits an zukünftige Mieter vergeben
Pressestelle Rastatt, Bettina Baumann
Das neue Einkaufszentrum „SchlossGalerie“ wird Wärme, Kälte und Strom von den star.Energiewerken beziehen: Heute haben die Investorenfamilie Bladt und Olaf Kaspryk, Geschäftsführer der star.Energiewerke, im Beisein der Presse die entsprechenden Verträge unterzeichnet. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch würdigte diesen Termin als Meilenstein für die Stadtentwicklung: „Mit diesen Unterschriften ist gleichzeitig der Grundstein für den Aufbau einer äußerst innovativen Nahwärme- und Kälteversorgung in der Stadtmitte gelegt worden“, sagte er. „Diese ist für die Zukunftsfähigkeit der Stadt fast so bedeutend wie das Einkaufszentrum selbst – und das ist sehr wichtig.“ Das Konzept der star.Energiewerke überzeugte vor allem durch eine komfortable und kostengünstige Lösung für die Kälteversorgung des neuen Zentrums. Das Rastatter Energieunternehmen installiert eine Kombination aus Blockheizkraftwerken und geothermischen Wärme- und Kälteanlagen im Keller der benachbarten BadnerHalle. Damit werden zunächst das Einkaufszentrum und die BadnerHalle klimatisiert. Weitere Gebäude in der Nachbarschaft können an das hocheffiziente und klimaschonende Versorgungsnetz angeschlossen werden. „Es gibt bereits weitere Interessenten“, informierte Olaf Kaspryk.
Kälteversorgung ist bedeutender Kostenfaktor
Den Investoren des Einkaufszentrums war an einer zukunftsweisenden und wirtschaftlich interessanten Energieversorgung des Gebäudekomplexes gelegen. Das Konzept der star.Energiewerke, die Klimatisierung durch eine außer Haus liegende Wärme- und Kälteversorgung zu gestalten, sagte ihnen zu: Es sei kostengünstig, energieeffizient und spare Platz. Gasbetriebene Blockheizkraftwerke erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme mit einem extrem hohen Wirkungsgrad; Strom wird ins öffentliche Netz gespeist, die Abwärme aus der Stromproduktion wird zum Heizen und zur Warmwasserbereitung der angeschlossenen Gebäude verwendet. Die Kühlung der Räume erfolgt über dasselbe Leitungstrasse wie die Wärmeversorgung. Das reduziert nicht nur den Installationsaufwand für das Netz, sondern bietet darüber hinaus insbesondere der Schlossgalerie weitere Vorteile: Die leitungsgebundene Kälteversorgung erspart ineffiziente Kühlanlagen, wie beispielsweise Kondensatoren. „Ineffiziente Klimaanlagen sind meiner Meinung nach heute schon vor dem Hintergrund des drohenden Klimawandels nicht mehr tragbar“, betonte Olaf Kaspryk. „Wir wollen durch neue Lösungen dazu beitragen, die Energieeffizienz deutlich zu erhöhen und dadurch den Ausstoß schädlichen Kohlendioxids und die Kosten für die Energieversorgung zu minimieren.“ Auch bei Strom entschied sich die Investorenfamilie Bladt für die star.Energiewerke. Sie legten das Angebot mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis vor.
Die SchlossGalerie mit knapp 26.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche hat eine Anschlussleistung von 1.800 Kilowatt für Wärme und 1.200 Kilowatt für Kälte. Die BadnerHalle braucht eine Leistung von 600 Kilowatt Wärme und 200 Kilowatt Kälte. Allein der Austausch der alten Heizanlage in der BadnerHalle erspart der Umwelt künftig 44 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr und die Heizkosten sinken um rund ein Drittel. Das Konzept basiert auf der Idee von Bürgermeister Wolfgang Hartweg, die BadnerHalle und Schlossgalerie heiztechnisch zu verbinden. Daraus haben die star.Energiewerke das jetzige Gesamtkonzept für Wärme und Kälte entwickelt.
Wertschöpfung bleibt vor Ort
„Wir können die Leistung der Nahwärmeversorgung sukzessive ausbauen und weitere Gebäude in der Umgebung anschließen. Das ist technisch bereits vorgesehen“, erklärte Olaf Kaspryk das Versorgungskonzept. „Uns ist eine effiziente, emissionsarme Wärme- und Warmwasserversorgung von Gebäudekomplexen und Stadtvierteln in Rastatt sehr wichtig. Deshalb freue ich mich, dass der Investor der SchlossGalerie sich für diese innovative Lösung entschieden hat.“ Das Konzept sei beispielhaft für Energielösungen der Zukunft, meinte er. „Wir müssen schauen, dass wir örtliche Ressourcen nutzen und die Wertschöpfungstiefe am Standort erhöhen“, erläuterte Olaf Kaspryk seinen Ansatz. „Das stärkt nachhaltig die Wirtschaftskraft einer Stadt und erhöht dadurch auch ihre Attraktivität.“
Die star.Energiewerke versorgen insgesamt 25.000 Kunden zuverlässig und sicher mit Strom, 7.900 mit Gas und zirka 9.000 mit bestem Trinkwasser. Sie produzieren in Rastatt Ökostrom in eigenen Wasserkraftwerken und Photovoltaik-Anlagen, darunter ist auch ein Bürgersolarpark. Zudem erzeugen sie aus Biogas Naturstrom in Blockheizkraftwerken und betreiben effiziente Nahwärmenetze für rund 160 Wohnungen sowie drei Gewerbeeinheiten und öffentliche Einrichtungen. Die Wärme dafür stammt aus gasbetriebenen Blockheizkraftwerken und einer Geothermieanlage. Über ihr Leitungsnetz sichern die star.Energiewerke die Energie- und Wasserversorgung der rund 47.000 Bürgerinnen und Bürger Rastatts.
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