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Dr. Nils Schmid, MdL, Minister für Finanzen und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg, hat in einem Schreiben an Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch zugesichert, dass die Maria Einsiedelner Kapelle in Rastatt im Jahr 2013 instand gesetzt wird und einen neuen Fassadenanstrich erhält. OB Pütsch hatte den Minister im Dezember angeschrieben und um Unterstützung für das Jubiläumsjahr „300 Jahre Rastatter Frieden“ im Jahr 2014 gebeten. Aufgrund des Bezugs zum historischen Ereignis sollte auch die Kapelle zur Geltung kommen, so OB Pütsch. Markgräfin Augusta Sibylla ließ die Einsiedelner Kapelle aus Dankbarkeit über den Rastatter Friedensschluss 1714 nach einem Vorbild aus der Partnerstadt Schlackenwerth / Ostrov erbauen. Die Grundsteinlegung hat wenige Tage nach dem Friedensschluss statt gefunden. Die Kapelle befindet sich im Eigentum des Landes. Dr. Nils Schmid in seinem Antwortschreiben: „Zum 300. Jahrestag des ‚Friedens zu Rastatt’ wird die Kapelle das barocke Stadtbild von Rastatt angemessen bereichern.“
Wie die städtische Pressestelle weiter mitteilt, hat der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann für das Jubiläumsjahr „300 Jahre Rastatter Frieden“ die Schirmherrschaft übernommen.
Am 6. März 2014 wird die Stadt Rastatt in Kooperation mit den Staatlichen Schlösser und Gärten den 300. Jahrestag mit einem Festakt begehen. Er ist der Auftakt für ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm. Die Stadtverwaltung Rastatt hat hierfür eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die bereits regelmäßig tagt.
Die heutige Große Kreisstadt Rastatt schaut auf eine bewegte Stadtgeschichte zurück. In den vergangenen 300 Jahren war die Stadt immer wieder Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse. Nach über einem Jahrhundert der Kriege wurde am 6. März 1714 im Rastatter Schloss der Friedensvertrag zwischen dem Habsburgischen Reich und dem Königreich Frankreich geschlossen und besiegelte damit, zusammen mit den Friedensschlüssen zu Utrecht und Baden in der Schweiz, den europäischen Frieden nach dem Spanischen Erbfolgekrieg. Das von großen Zerstörungen heimgesuchte Land konnte endlich für einige Jahrzehnte aufatmen. Es folgte eine Zeit des Wiederaufbaus und der Blüte, vor allem entlang des Rheins. Die junge von Markgraf Ludwig Wilhelm um 1700 gegründete Residenzstadt Rastatt konnte erst jetzt nach seinen Plänen errichtet und ausgebaut werden. Das gut erhalten barocke Stadtbild gibt heute noch Zeugnis davon.
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