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Die Städte und Gemeinden des Landkreises wollen gemeinsam den missbräuchlichen Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen bekämpfen und in einer einheitlichen Vorgehensweise den Jugendschutz bei Festen und Veranstaltungen gewährleisten. Nach der bereits im Jahr 2010 unterzeichneten Erklärung der Oberbürgermeister und Bürgermeister wurde zur Bürgermeisterversammlung im Landratsamt ein einheitlicher Antrag samt Checkliste erarbeitet, der bei der Genehmigung von Veranstaltungen der Kommunen und der Vereine Anwendung finden soll. Im Frühjahr 2013 sollen bei einem Gespräch mit der Suchtbeauftragten erste Erfahrungen diskutiert werden.
Wie die Pressestelle weiter mitteilt, standen bei der Dienstbesprechung der Bürgermeister weitere Jugendthemen im Mittelpunkt. So wurde auch eine Optimierung der Zusammenarbeit der Kommunen mit dem Jugendamt vereinbart. Jugendamtsleiter Stefan Biehl lobte die in den Gemeinden bereits bestehenden Arbeitskreise zu aktuellen Problemen in Schule, im Bereich von Straftaten, der öffentlichen Ordnung oder zur Prävention von Gewalt und Drogenkonsum. In Kooperation und mit der Unterstützung des Jugendamtes und der Kreisjugendpflege seien damit Netzwerke entstanden, die wirkungsvolle Hilfe leisten und weiter ausgebaut werden sollen.
Stefan Biehl berichtete auch über die Entwicklung der vor zwei Jahren eingeführten Onlineberatung der Psychologischen Beratungsstelle. Er sprach von einer wachsenden Tendenz bei der Inanspruchnahme. Das Serviceangebot soll Eltern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, neben der klassischen persönlichen Beratung zwanglos und anonym Fragen zu Sorgen und Problemen stellen zu können. Kommunen und Landratsamt haben beschlossen, den Service noch breiter bekannt zu machen.
Wie es in einer Pressemitteilung weiter heißt, informierte Landrat Jürgen Bäuerle die Bürgermeister auch über die Aktivitäten des Landratsamtes zum 60-jährigen Landesjubiläum. Im Landkreis Rastatt wird das Geburtstagsfest unter dem Motto „Thementag Wasser“ stehen. Eine Jubiläumsveranstaltung am Sonntag, 20. Mai 2012, im Landratsamt mit Vorträgen zur Bedeutung des Wassers als Lebensmittel und Energieträger sowie eine Ausstellung und ein Mal-Workshop für Kinder sind Auftakt für eine Veranstaltungsreihe mit Aktionen im Rudolf-Fettweis-Werk Forbach, im Waldseebad Gaggenau, an der Staumauer Schwarzenbachtalsperre, an der Staustufe Iffezheim sowie in Bühl und Rastatt. Der „Thementag Wasser“ soll die lebenswichtige Bedeutung des Wassers und die Nutzung seiner Kraft zur Energiegewinnung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rufen und auch die Bedrohung durch Hochwasser deutlich machen.
Bei der Frühjahrstagung der Bürgermeister hatte auch das Notfallkrisenteam, das für den Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden psychologischen Notdienst leistet und von der Integrierten Leitstelle alarmiert wird, Gelegenheit, sich vorzustellen und um Unterstützung zu werben. Im vergangenen Jahr wurden die ehrenamtlichen Helfer zu 95 Einsätzen bei Suizid oder Verkehrsunfällen gerufen.
Bürgermeisterbesprechungen im Landratsamt finden zweimal jährlich statt. Sie sind Foren zum Austausch von Informationen und Erfahrungen und fördern die intensive Zusammenarbeit des Landratsamtes mit den Städten und Gemeinden.
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