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Überzeugt vom Konzept der Robert-Schuman-Schule

Michael Geggus fühlt sich inmitten der Schüler der neuen Berufsoberschule für Sozialwesen wohl. Rechts (stehend) Abteilungsleiter Bernd Jacobs
Stadt Baden-Baden
Seit diesem Schuljahr bietet die Robert-Schuman-Schule (RSB) mit der Berufsoberschule für Sozialwesen einen weiteren, vielversprechenden Bildungsgang. Bürgermeister Michael Geggus machte sich wenige Wochen nach dem Start ein Bild. Gemeinsam mit Schulleiterin Reinhilde Kailbach-Siegle und Abteilungsleiter Bernd Jacobs besuchte er die 31 Schüler des neuen Schulzweigs.
Die Ausbildung in der Oberstufe der Berufsoberschule hat zum Ziel, die Schüler durch einen vertieften allgemeinen und fachrichtungsbezogenen Unterricht zu einem Studium an einer Hochschule zu befähigen. Voraussetzung sind ein mittlerer Bildungsabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die abgeschlossene Berufsausbildung kann auch durch die Zusatzqualifikation „staatlich geprüfter Wirtschafts- oder Gesundheitsassistent“ zur Fachhochschulreife ersetzt werden.
Die Absolventen, die nur eine Fremdsprache nachweisen, erhalten ein Zeugnis der fachgebundenen Hochschulreife. Damit ist beispielsweise ein Studium an einer Hochschule in Baden-Württemberg in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Medizin, Zahn- oder Tiermedizin, Pharmazie, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschafts-, Agrar- oder Forstwissenschaften, Soziologie, Politologie, Psychologie, Pädagogik und Sozialpädagogik sowie Sportwissenschaft möglich. Hinzu kommen weitere Studiengänge, wie beispielsweise Ingenieurwissenschaften an technischen Oberschulen, Sozial-, Rechts- und Verwaltungswissenschaften an Wirtschaftsoberschulen sowie Sozialwissenschaften an der Berufsschule für Sozialwesen. Möglich sind auch Studiengänge für das Lehramt und an Kunsthochschulen.
Das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife erhalten Schulabgänger, die bei der Abschlussprüfung eine zweite Fremdsprache einbinden. Es berechtigt zum Studium aller Fächer an Hochschulen. Die RSB bietet als zweite Fremdsprache entweder Französisch oder Spanisch an.
Reinhilde Kailbach-Siegle betonte während des Rundgangs mit dem Schuldezernenten die Vorteile des RSB-Angebotes: „Mit der Fremdsprachenvielfalt Englisch, Französisch und Spanisch bieten wir an der Schule europäisches Flair. Wir bündeln die Vorteile einer staatlichen schule mit Gebühren- und Lernmittelfreiheit. Und es besteht die Möglichkeit eines elternunabhängigen Schüler-BAFÖGs, das nicht zurückbezahlt werden muss. Zum Unterricht kommen interessante Dienstleistungen wie Studientage hinzu. Wir vermitteln ein Schnupperstudium und bieten das erste Ehemaligennetzwerk an einer Berufsoberschule! Ich glaube, unser Paket kann sich sehen lassen. Dafür spricht auch die Tatsache, dass die Schüler teilweise weite Wege auf sich nehmen, um das Angebot zu nutzen. So kommt eine Schülerin aus Stuttgart, eine weitere aus Kehl und gleich mehrere Schüler aus Karlsruhe. Unsere Schule deckt wirklich eine interessante Lücke ab.“
Bürgermeister Michael Geggus zeigt sich ebenfalls überzeugt vom Konzept der RSB. Besonders unterstreicht er die Möglichkeit, auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur machen zu können, und dies ohne Schulgeld. Zudem verweist Geggus auf die 20-jährige Tradition der Wirtschaftsoberschule an der Robert-Schuman-Schule: „Ich gehe davon aus, dass die Abiturienten ab Herbst 2011 aller Voraussicht nach auch das Fachhochschul-Studium der Betriebswirtschaftslehre, das ab diesem Termin in der Cité angeboten wird, nutzen können. Damit hält die Stadt Baden-Baden ein aufeinander abgestimmtes und interessantes Bildungsangebot vor, das nicht beim Abitur aufhören muss.“
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