Feuerwehr gibt Tipps für einen Jahreswechsel ohne Brände und Verletzungen
An Silvester wird gefeiert und das neue Jahr „eingeschossen“. In dieser Zeit müssen Feuerwehr und Rettungsdienst häufig Hilfe bei Bränden oder Verletzungen leisten. Besonders häufig brennt es auf Balkonen, oder es gibt Verletzungen an Händen, Augen und Ohren. Damit es auch in diesem Jahr ein „unfallfreies Silvester“ wird, gibt Friedrich Tannenberg, Experte im Bereich Vorbeugender Brandschutz bei der Feuerwehr Baden-Baden, einige Tipps.
Es sollten nur Feuerwerkskörper mit Zulassung der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) gekauft werden. Ebenfalls ist unbedingt die Gebrauchsanweisung der Hersteller des Feuerwerks zu beachten. Mit wenigen Ausnahmen sind die Feuerwerkskörper für eine Verwendung in geschlossenen Räumen nicht geeignet. Außerdem sollte man auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst herstellen und sie auch getrennt von Zündquellen (beispielsweise Feuerzeugen) aufbewahren. Beim Hantieren ist darauf zu achten, dass keine Funken in den Vorrat gelangen.
Raketen dürfen darüber hinaus nur aus einer sicheren Abschusseinrichtung, zum Beispiel mit Hilfe einer gegen das Umfallen gesicherten Flasche, gestartet werden. Ebenfalls ist darauf zu achten, dass die Raketen und Geschosse aus Signal- oder Schreckschusswaffen auf ihrer Flugbahn gegen keinerlei Hindernisse stoßen können. „Raketen dürfen auch nicht vom Balkon aus gestartet und niemals auf Menschen gerichtet werden. Angezündete Feuerwerkskörper, die nicht explodiert sind, auf jeden Fall liegenlassen, da sie verspätet explodieren können. Feuerwerkskörper oder andere laute Knallkörper sollte man so zünden, dass Menschen und Tiere nicht gefährdet werden. Besonders gefährdet sind Hände (Abriss von Fingern), Augen (Verletzung der Hornhaut) und Ohren (irreversible Gehörschäden)“, weiß Tannenberg aus langjähriger Berufserfahrung. „In der Silvesternacht ist es zudem sinnvoll, alle Fenster zu schließen und die leicht brennbaren Gegenstände auf dem Balkon - wie etwa Weihnachtsbaum und Kartons - zu entfernen. Bei einem Brand oder Unfall ist die Feuerwehr sofort unter der Rufnummer 112 zu benachrichtigen“, rät Friedrich Tannenberg abschließend.
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