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  Kultur | Musik | Person

Franz Liszt - Ein Europäer aus Ungarn im deutschen Südwesten

Baden-Baden widmet dem Komponisten eine Veranstaltungsreihe ab September

Franz Liszt im Alter von 46 Jahren, Fotographie von Franz Seraph Hanfstaengl

Baden-Baden –

Die Musikwelt gedenkt in diesem Jahr des 200. Geburtstages von Franz Liszt. Liszt war einer der genialsten und revolutionärsten Pianisten aller Zeiten, der erste „Popstar“ der Musikgeschichte, ein experimentierfreudiger, rastlos arbeitender Komponist, ein bedeutender Dirigent und eloquenter Musikschriftsteller. Anlass für die Stadt Baden-Baden, diesem Ausnahmekünstler eine kleine Veranstaltungsreihe zu widmen.

Seine Aufgeschlossenheit für die Musik der Vergangenheit und Gegenwart, sein Kosmopolitismus als deutschsprachiger Ungar, der hauptsächlich durch die französische, später auch italienische und ungarische Kultur geprägt wurde, lassen ihn als einen Europäer der ersten Stunde erscheinen. In seinem sperrigen, immer noch rätselhaft erscheinenden Spätwerk verlässt er alle Konventionen und schlägt eine Brücke zur Musik des 20. Jahrhunderts.

Den Auftakt der Baden-Badener Veranstaltungsreihe bildet ein Konzert am 25. September im Alten Ratssaal „Lieder und zwei- und vierhändige Klavierwerke von Franz Liszt“. Im Anschluss daran wird die Ausstellung „Franz Liszt – ein Europäer aus Ungarn in deutschen Südwesten“ im Foyer des Rathauses (Ebene 4) eröffnet.

Seine Konzertreisen führten ihn quer durch Europa, von Madrid bis Konstantinopel, von London bis St. Petersburg und von Kopenhagen bis Rom. Wenig bekannt hingegen ist, dass Liszt sich zwischen 1823 und 1885 häufig im deutschen Südwesten aufhielt, dabei war er auch sechs Mal in Baden-Baden. Die Ausstellung illustriert und dokumentiert sein Leben und Wirken im deutschen Südwesten, eine facettenreiche Zeit im Leben Franz Liszts.

Die Konzeption der Konzerte sowie der Ausstellung liegt bei Dr. Joachim Draheim. Die Reihe findet in Zusammenarbeit mit dem Schuncke-Archiv und mit Unterstützung der Gesellschaft für Musikgeschichte Baden-Württemberg statt. Anfang September erscheint ein detailliertes Gesamtprogramm, das im BürgerBüro und in der Stadtbibliothek öffentlich ausliegt.

  

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