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  Gesellschaft | Heimattage

Heimattage Bühl: Baden-Württemberg närrisch vom 4. - 6. Februar 2011

6.000 Teilnehmer zum Abschluss-Umzug am Sonntag

Narro Gruppe aus Oberkirch

  Wolfgang Mark, Pressestelle Bühl

Rastatt, Bühl –

Mit 33 Fasnachtsvereinen zählt Bühl zu den Fasnachtshochburgen. Vom 4. bis 6. Februar dürften in der Zwetschgenstadt jedoch sämtliche närrische Rekorde gebrochen werden: Im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg veranstaltet die Stadt Bühl ein großes internationales Narrentreffen. Allein zum Höhepunkt, dem Umzug am Sonntagmittag werden 6000 Teilnehmer erwartet. Spielt das Wetter mit, dürften die Straßen von einigen zehntausend Besuchern gesäumt sein, die das außergewöhnliche Spektakel, bei dem schwäbische, alemannische und europäische Fasnacht in einem Lindwurm vereint werden, miterleben wollen. Das SWR-Fernsehen wird den Umzug live übertragen.

Im Bühler Rathaus laufen die Vorbereitungen für die erste große Heimattage-Veranstaltung, den Leuchtturm „Baden-Württemberg närrisch“ auf Hochtouren. Denn damit drei Tage in der Innenstadt gefeiert werden kann, sind viele organisatorische und logistische Herausforderungen zu lösen. Gut 2000 Gäste aus der Schweiz, Frankreich, Niederlanden, Slowenien, Liechtenstein und Deutschland werden in Bühl erwartet. „Die Hotels sind fast alle ausgebucht“, verweist Walburga Eckert von der Geschäftsstelle Heimattage darauf, dass allein 335 Personen über die Bühler Tourist-Information in Hotels eingecheckt haben.

Weitere 720 Fastnachter schlafen auf Matten in Massenquartieren wie den städtischen Hallen und dem Vereinsheim. Versorgt und betreut werden die überwiegend ausländischen Gruppen dabei von Bühler Vereinen. Ohnehin wäre die dreitägige Veranstaltung nicht ohne ehrenamtliches Engagement zu stemmen: Allein für den Umzug am Sonntag und den Nachtumzug am Samstag sind gut 200 Helfer im Einsatz, darunter auch eine ganze Reihe städtischer Bediensteten.

Auch die Straßen- und Straußenfastnacht, die am Samstagmorgen eröffnet und bis Sonntagabend geplant ist, lebt von der Beteiligung Bühler Vereine. Der Kirch- und Marktplatz samt Teile der Eisenbahnstraße werden zu einem großen Narrendorf umfunktioniert. Auf zwei Bühnen wird am Samstag und Sonntag fastnächtliches und musikalisches Brauchtum zelebriert. Insbesondere Tanzgruppen und Guggemusiken aus Bühl und den Stadtteilen werden die Gäste unterhalten. Am Mittag gehört die Bühne dem „Narrensume“, der beweisen wird, dass einem um die Zukunft der Fastnacht nicht bange sein muss. Am Samstagabend gibt es ein internationales fastnächtliches Musikgruppenfestival, bei dem sich die europäische Fasnachtsvielfalt widerspiegeln wird. Parallel dazu organisiert der Förderverein der Bühler Hexen die Wirtschaftsfasnacht, bei der wie früher Schnurrandinnen, Schudipolizei und Guggenmusik mit von der Partie sind.

Am Samstagabend um 17 Uhr gibt es mit dem internationalen Nachtumzug des Ortenauer Narrenbundes einen ersten Vorgeschmack auf die Vielfältigkeit fastnächtlichen Brauchtums. 43 Gruppen mit insgesamt über 1300 Teilnehmern werden in einer etwas kleineren Runde durch die Stadt ziehen. Allein zehn Musikgruppen werden durch kräftiges Einheizen dafür sorgen, dass die Zuschauer keine kalten Füße bekommen. Aufwärmen können sich die Besucher zudem anschließend im Narrendorf. Neun Vereine und drei Betriebe werfen dort Grills, Öfen und Fritteusen an, um die Besucherscharen am Samstag und Sonntag zu verköstigen. Ein Mitternachtstusch mit einem feurigen Auftritt einer Schweizer Perchtengruppe beendet den Samstagabend. Der Sonntag beginnt um 9:30 Uhr mit einem Fastnachtsgottesdienst. Für 13.30 Uhr ist der große internationale Umzug unter dem Motto Bühl begrüßt die schwäbische, alemannische und europäische Fastnacht angesetzt.

  

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