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Rastatter Arbeitskreis will sich stark machen für Mädchen mit Migrationshintergrund
Auf eine erfolgreiche Bilanz kann der Arbeitskreis Mädchenarbeit zurückblicken. Bei einer Klausurtagung haben die Delegierten von Jugendhäusern, Bildungseinrichtungen und einigen Schulen, der Agentur für Arbeit, der Jugendpflege und den Frauenbeauftragten von Landkreis und Stadt Rastatt für das Jahr 2011 ihre Arbeitsschwerpunkte festgelegt.
Bewährtes wie die Mädchenwochen soll fortgesetzt werden, neue Ideen und Planungen werden derzeit strukturiert. So will sich der Arbeitskreis in diesem Jahr an dem bundesweiten Aktionstag "Girls day" beteiligen, der parallel zu dem "Boys day" durchgeführt wird. Ziel ist die Erweiterung der Berufswahlperspektive für Jugendliche. Außerdem soll das Thema „Gewalt“ aus der unterschiedlichen Geschlechterperspektive betrachtet und die Suchtprävention näher untersucht werden. Darüber hinaus will der Arbeitkreis sich für Mädchen mit Migrationshintergrund stark machen. Als "Selbstläufer" bezeichnen die Begründerinnen der Mädchenwochen die alljährlich im Herbst stattfindenden Kurse, die auch 2011 wieder landkreisweit angeboten werden sollen. Im vergangenen Jahr haben rund 100 Mädchen und junge Frauen zwischen acht und 18 Jahren teilgenommen. Themen waren unter anderem Mutmach-Aktionen wie Klettern im Hochseilgarten oder das Erkennen von Gefahren im Internet.
Hilfreich für die Strukturierung der Arbeitsfelder sind für die Mitglieder die Impulse und Anregungen von Moderatorin und Trainerin Heike Fischer, die einmal jährlich den Arbeitskreis begleitet. Als bereichernd empfinden sie auch die durch die Vernetzung entstandenen kurzen Wege zwischen den vertretenen Institutionen und das unterschiedliche Fachwissen der einzelnen Kolleginnen. Dadurch könnten Zusammenarbeit und gemeinsame Ziele schneller umgesetzt und Kompetenzen in den eigenen Reihen genutzt werden, so Sprecherin Silvia Callenberg vom Internationalen Bund.
Sorge bereitet den Mitgliedern, dass die Finanzierung für die Aktionen immer schwieriger zu realisieren ist, da der Arbeitskreis selbst über keine finanziellen Mittel verfügt. So habe 2010 vor allem die notwendige Umstellung der Homepage einen erheblichen Bewältigungsakt dargestellt. Mit Wehmut ist auch der Abschied einiger langjähriger Kolleginnen begleitet, die 2011 aus privaten oder auch aus organisato-rischen Gründen nicht mehr dabei sind. Umso erfreulicher wird die Tatsache gewertet, dass einige Jugendhäuser wieder neue Delegierte entsenden.
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