Manfred Tremmel: Personalzahlen bei aktiven Feuerwehrleuten steigend
610 Brandeinsätze, 1.403 technische Hilfeleistungen, 36 Einsätze im Zusammenhang mit Tieren/Insekten, etwa 420 Einsätze im Bereich Brandsicherheitswachdienst und 858 Fehlalarmierungen beschäftigten die Feuerwehren im Landkreis Rastatt im Jahr 2010. Das waren 288 Einsätze mehr als im Jahr 2009. Vor größeren Schadenslagen wie Großbrände, Unwetter- oder Hochwasserereignisse sind die Wehren verschont geblieben, die laut Statistik täglich neunmal ausrücken mussten.
Wie Kreisbrandmeister Manfred Tremmel berichtet, konnten bei den Einsätzen 218 Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen gerettet werden. Erfreulich sei auch, dass im vergangenen Jahr die Zahl der aktiven Feuerwehrleute in den 66 Abteilungen der Gemeindefeuerwehren wieder leicht steigende Tendenz aufzeige. 2.372 Feuerwehrangehörige in den Einsatzabteilungen leisten derzeit in den Gemeindefeuerwehren ihren Dienst. Die Statistik registriert 117 Frauen, die sich im Dienst am Nächsten engagieren.
In den 21 Jugendfeuerwehren des Landkreises werden 729 Jugendliche, darunter 81 Mädchen, an die Arbeit in den Feuerwehren herangeführt und bilden somit das Fundament für die künftige Personalsicherstellung im ehrenamtlichen Feuerwehrdienst. Sehr engagiert sind auch die Altersabteilungen, in denen 942 Alterskameraden Dienst leisten. Nur stetiges und engagiertes Arbeiten an der Basis in den Feuerwehren garantiert laut Tremmel die erforderliche Qualität und Quantität zur Gefahrenabwehr in den Städten und Gemeinden.
So erfreulich die stabilen Zahlen der Feuerwehrangehörigen auch aussehen, Sorgen bereite die Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften. Viele Frauen und Männer können nicht mehr einfach so den Arbeitsplatz verlassen, um zu den Einsätzen zu kommen. Die Feuerwehren appellieren deshalb an alle Arbeitgeber, den Feuerwehrmitgliedern Gelegenheit zu geben, anderen zu helfen, wenn Hilfe gebraucht wird. Auch neun Werkfeuerwehren mit 405 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind rund um die Uhr für die Gefahrenabwehr in den Betrieben bereit.
Landrat Jürgen Bäuerle und Kreisbrandmeister Manfred Tremmel stellen erfreut fest, dass die Feuerwehren im Landkreis Rastatt gut ausgerüstet und hochqualifiziert sind. Die Bevölkerung könne stolz auf die Männer und Frauen sein, die Tag und Nacht bereit sind, sich für ihre Mitmenschen und deren Hab und Gut einzusetzen. Der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr und auch in den Werkfeuerwehren sei ein außergewöhnliches und sehr zeitaufwendiges Engagement, das den ganzen Menschen fordere und oft mit Gefahr für das eigene Leben verbunden sei.
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