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  Vermischtes | Wirtschaft | Wasser

Weiches Wasser für Rastatt durch patentiertes Rastatter Verfahren

star.Energiewerke investieren 3,4 Mio - Kubikmeter Wasser kostet jetzt 50 Cent mehr

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Rastatt, Ottersdorf –

Ab sofort gibt es in Rastatt weicheres Leitungswasser. In der letzten Woche wurde im Teilort Ottersdorf die neue Anlage in Betrieb genommen. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch durfte mit einem Mausklick die Entkalkungsanlage starten. Weiches Wasser für Rastatt ist quasi sein Projekt, hatte er es doch direkt nach seinem Amtsantritt vor gut drei Jahren gemeinsam mit den Rastatter Wasserversorgern in Angriff genommen.

In meterhohen Kolonnen in der neuen Halle in Ottersdorf werden pro Stunde zweitausend Kubikmeter hartes Wasser in weiches Wasser verwandelt. Genug um ganz Rastatt zu versorgen. Für die Haushalte war das Grundwasser aus Kalk- und Sandsteinböden in der Rheinebene schon lange Zeit ein Problem, verrät uns Stefan Lott, er ist Ortsvorstehen der Gemeinde Ottersdorf. "Wir kämpfen schon Jahre darum und jetzt haben wir es endlich geschafft, dass die Stadt Rastatt diese Wasseraufbereitungsanlage installiert hat!"

Hier im Ottersdorfer Wasserwerk wurde gemeinsam mit dem Karlsruher Technologiezentrum Wasser (TZW) und dem Ingenieurbüro Eppler dieses speziell auf die Grundwasserbedingungen abgestimmte Verfahren entwickelt. Auf feinem Sand lagert sich der Kalk ab und hinterlässt weicheres Wasser, inzwischen ist dieses Rastatter Verfahren sogar patentiert worden. Star.Energiewerke Geschäftsführer Olaf Kaspryk verweist mit Stolz auf den Namen der neuen Technologie, waren es doch Mitarbeiter aus seinem Rastatter Betrieb, die an der Entwicklung der angepassten Wasserenthärtungsanlage mitgewirkt haben.

3,4 Millionen Euro wurden in Entwicklung und Bau der Wasserenthärtungsanlage Ottersdorf investiert. Die Verbraucher werden jetzt mit fünfzig Cent pro Kubikmeter Wasser mehr rechnen müssen. Ortsvorsteher Lott ist unterdessen zuversichtlich, dass es gelingt die Vorteile weicheren Wassers zu vermitteln. Durch einen Wasserhärtegrad von 10 °dH (deutsche Härte, gegenüber vorher 19°dH) könnten bis zu einem Drittel Waschmittel eingespart werden, ausserdem könne Spülmittel und Duschgel oder Badeschaum reduziert werden. Auch verkalken Haushaltgeräte wie Kaffeemaschinen nicht mehr so schnell.

Inzwischen schauen Waserversorger aus der ganzen Welt nach Ottersdorf und haben am Rastatter Verfahren Interesse angemeldet. Ausserdem hat weicheres Wasser noch einen Vorteil, es schmeckt einfach besser, na dann Prost!

  

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