Baden-Baden gehört zur "Europäischen Bäderstraße" - EU fördert kulturelles Erbe im Netzwerk von 25 Bäderstädten

Baden-Baden ist Mitglied der EHTTA (European Historic Thermal Towns Association), ein Zusammenschluss von namhaften europäischen Bäderstädten. Insgesamt 25 Städte aus zehn europäischen Ländern sind Mitglied dieses Netzwerkes.

Lisa Poetschki vom städtischen Fachgebiet Stadtentwicklung vertritt die Baden-Badener Interessen innerhalb der EHTTA. Laut Poetschki verfolgt die Organisation vor allem das Ziel einer Anerkennung der einzigartigen Merkmale der europäischen Bäderstädte durch die Europäische Union. Damit einher geht eine finanzielle Unterstützung der EU für Projekte zur Wahrung der kulturellen Identität. Es geht aber auch um die Weiterentwicklung der Bäderstädte und die Bewahrung ihres kulturellen Erbes. Wichtig ist den Mitgliedsstädten der Erfahrungsaustausch.

Die EHTTA-Bäderstädte vernetzten sich auch in Form einer alle Städte verbindenden touristischen Straße. Diese „Europäische Bäderstraße“ wurde am 1. Juni 2010 vom Europäischen Rat anerkannt. Sie zählt inzwischen zu den 24 so genannten Europäischen Kulturrouten, die seit 1987 anerkannt wurden und hat den gleichen Rang wie der berühmte Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Durch die Zusammenarbeit stellen die Städte ihr gemeinsames europäisches kulturelles Erbe heraus und wollen diesem zu mehr Bekanntheit innerhalb und außerhalb Europas verhelfen.

Neu ist laut Lisa Poetschki die Kampagne „Quellen der Kultur: Cafés de l'Europe“, die zur Aufnahme in das EU-Kulturprogramm für die Jahre 2013 bis 2014 beantragt wurde. Zu den Zielen des EU-Programms gehören die kulturelle Zusammenarbeit und Partnerschaft, insbesondere ein grenzüberschreitender Austausch von Kunst und Kulturgut sowie die Verbesserung des interkulturellen Dialogs.

Beim Projekt der Cafés de l’Europe kooperieren acht Städte der EHTTA, darunter auch Baden-Baden. Gegenstand des Projekts ist eine fachübergreifende Diskussion über Ursprung und Zukunft der europäischen Bäderkultur mit all den kreativen Ausdrucksformen wie beispielsweise die Kunst, Literatur, Musik, Philosophie, Politik, Wissenschaft und Städtebau. Durch die Zusammenarbeit stellen die Städte ihr gemeinsames europäisches kulturelles Erbe heraus und wollen diesem zu mehr Bekanntheit weltweit verhelfen.

„Cafés de l'Europe“ soll eine Kooperationsplattform darstellen, für die wesentlichen Themen der Gegenwart und Zukunft, mit denen sich die europäischen Bäderstädte auseinandersetzen. Das Projekt lädt zur aktiven Teilnahme an einer modernen europäischen Bäderkultur ein. Es stützt sich dabei auf neue und interaktive Kommunikationsformen, den Austausch zwischen den Bäderstädten und ganz besonders auf die Menschen aller Altersgruppen, die diese berühmten Städte, ihre heilenden Thermalquellen und ihr vielfältiges kulturelles Leben noch für sich entdecken bzw. wiederentdecken sollen.

Quelle: Pressestelle Baden-Baden, Roland Seiter

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