Welterbe-Bewerbung „Great Spas of Europe“ - Teilnehmerstädte besprechen in Wiesbaden weiteres Vorgehen

„Das Treffen hat das gemeinsame Vorhaben einen großen Schritt nach Vorne gebracht", berichtet Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner. „Unter der Federführung Tschechiens einigten sich die Teilnehmer auf das weitere inhaltliche Vorgehen und einen Zeitplan. Dieser Prozess wird bis zum Frühjahr die Bewerbergruppe bestimmen.“

Quelle: Pressestelle Baden-Baden, Roland Seiter

Die Oberbürgermeister der Kurstädte und Modebäder des 19. Jahrhunderts, die an der Vorbereitung der gemeinsamen Bewerbung als UNESCO-Weltkulturerbe arbeiten, kamen vom 16. bis 18. August in Wiesbaden zu einer erneuten Arbeitsrunde zusammen. Dabei wurde das weitere Vorgehen abgestimmt.

Dem Initiativkreis gehören die tschechischen Städte Karlsbad, Franzensbad, Marienbad und Luhacovice, das englische Bath, das französische Vichy, Spa in Belgien, Montecatini in Italien sowie die deutschen Städte Baden-Baden, Wiesbaden und Bad Kissingen an. Bei den „Great Spas of Europe“ handelt es sich um eine kleine Gruppe von Städten, die gemeinsam den über die Jahrhunderte entwickelten Typus der europäischen Kurstadt des 19. Jahrhunderts repräsentieren.

Der von den Städten eingerichteten unabhängigen internationalen Expertengruppe kommt nun eine besondere Bedeutung hinsichtlich der Formulierung eines gemeinsamen sogenannten „Outstanding Universal Values“ (außergewöhnlicher universeller Wert) für die serielle Bewerbung zu. Dabei sollen die weltweit herausragenden Merkmale der einzelnen Städte herausgearbeitet werden. Die Städte bringen dies in den nächsten Monaten zu Papier.

Die Beteiligten haben das Ziel, eine Erfolg versprechende Bewerbung bei der UNESCO einzureichen. Voraussichtlich im März 2013 werden sich die Oberbürgermeister im belgischen Spa wieder treffen, um auf der Grundlage der Arbeitsergebnisse der Expertengruppe die Bewerbergruppe zu bestimmen.

Für Baden-Baden, als Sommerhauptstadt Europas, wurde vom Land Baden-Württemberg der Antrag auf Aufnahme in die Tentativliste der Bundesrepublik gestellt. Auch Wiesbaden stellte mit Unterstützung der hessischen Landesregierung einen Antrag. Die Kultusminister-Konferenz wird entscheiden, welche der bundesdeutschen Städte – auch Bad Kissingen wird sich bewerben – von der Bundesrepublik benannt werden wird.

Baden-Baden wird sich als Teil einer europäischen Städtegemeinschaft, den Great Spas of Europe, bewerben. Dieser europäische Prozess ist zwar nicht einfach, so die Stadtpressestelle, aber doch sehr konstruktiv und bereichernd im Sinne einer europäischen Zusammenarbeit kulturgeschichtlich vernetzter Städte.

Quelle: Pressestelle Baden-Baden, Roland Seiter

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