Neue Gleise auf der Rheintalbahn in Rastatt verlegt - In 10 Tagen rollt der Verkehr wieder

Zugverbindungen ab sofort in den Auskunftssystemen

In Rastatt/Niederbühl schreiten die Reparaturarbeiten zügig voran. Derzeit wird die Platte betoniert. Sie schützt künftig den Schadensbereich auf der Rheintalbahn über der östlichen Tunnelröhre.

Quelle: Deutsche Bahn AG / Armin Skierlo

Auf der Baustelle an der Rheintalbahn in Rastatt gehen die Reparaturarbeiten weiter planmäßig voran. Auf den beiden massiven Betonplatten, die über der östlichen und der geplanten westlichen Tunnelröhre für zusätzliche Stabilität sorgen, wurde bereits Grundschotter aufgetragen. Heute werden die letzten Gleisjoche, das sind vormontierte Einheiten aus Schienen und Schwellen, eingebaut.

Damit liegen erstmals wieder durchgehend Gleise in dem Bereich. In den kommenden Tagen wird Schotter zwischen die Schwellen geschüttet und gestopft. Anschließend werden die Montageschienen gegen neue, bis zu 60 Meter lange Schienen getauscht. Die nächsten Arbeitsgänge: die Schienen werden verschweißt, das Gleis danach mit zwei Stopfgängen gerichtet und stabilisiert. Im nächsten Schritt errichten die Bauleute die neuen Oberleitungsmasten und montieren die Oberleitung. Für die Sicherheit des Schienenverkehrs beim Weiterbau des Tunnels Rastatt sorgt der Einbau von Gleis-Monitoring-Systemen.

Bereits am vergangenen Wochenende konnten die Betonagearbeiten an den Platten, auf denen jetzt die neuen die Gleise der Rheintalbahn liegen, abgeschlossen werden. Für die Betonplatten wurden rund 540 Tonnen Bewehrungsstahl und 3.000 Kubikmeter Beton verbaut.

Unterdessen haben die DB und die Arge Tunnel Rastatt Vereinbarungen abgeschlossen, um langwierige Gerichtsprozesse zur Klärung der Ursachen des Schadens und der damit verbundenen Verantwortlichkeiten zu vermeiden. Ein gemeinsames Team aus technischen und juristischen Gutachtern soll innerhalb der kommenden sechs Monate zu einem Ergebnis kommen und einen Schlichtungsvorschlag unterbreiten. Sollte es hier zu keiner Einigung kommen, schließt sich ein Schiedsgerichtsverfahren an.

Ab 2. Oktober rollt der Zugverkehr wieder durchgehend. Nach Abschluss der Arbeiten an der Rheintalbahn steht die Strecke ab 2. Oktober für den Zugverkehr wieder durchgehend zur Verfügung. Die Fernzüge fahren ab Montag, 2. Oktober wieder fahrplanmäßig. Bei einzelnen Zügen kann es anfangs noch zu Abweichungen kommen. Bis einschließlich Freitag, 6. Oktober, können Kunden mit Nahverkehrs-Fahrscheinen die Fernzüge zwischen Karlsruhe und Offenburg noch ohne Aufpreis benutzen. Die Regionalzüge der Schwarzwaldbahn verkehren ab 2. Oktober fahrplanmäßig. Die Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) wird den kompletten Betrieb mit den Stadtbahnen ab 4. Oktober aufnehmen und informiert über Details gesondert. Ab sofort sind die ab 2. Oktober geltenden Fahrpläne über die elektronischen Auskunftssysteme auf den Internetseiten www.bahn.de, www.kvv.de und www.efa-bw.de abrufbar.

Quelle: Deutsche Bahn AG

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