Gabriela Mühlstädt-Grimm führt letzte Sprengung im Michaelstunnel aus - Sicherheitstechnik wird modernisiert

"Mit dem letzten Durchschlag zur Hauptröhre konnten die Sprengarbeiten für den Bau der Rettungsstollen diese Woche abgeschlossen werden. Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Verbesserung der Verkehrssicherheit erreicht. Mit dem Tunnelanschlag im August des vergangenen Jahres hat eine anpruchsvolle und nicht ungefährliche Arbeit begonnen. Ich bin beeindruckt,
was sich seither alles getan hat. Vor allem freue ich mich aber, Sie alle gesund und wohlbehalten zu sehen. Als Bergleute vertrauen Sie bei dieser gefährlichen Arbeit auf Gottes Beistand und auf die Hilfe der heiligen Barbara. Sie hat in der Tat ihre schützende Hand über das Projekt gehalten. Auf der Baustelle sind größere Unglücksfälle ausgeblieben." Das sagte Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm am Freitag in Baden-Baden.

Seit August 2011 wurden ein 300 Meter langer Stollen im Mittelbereich und ein 600 Meter langer Stollen im Norden des Michaelstunnels mit Sprengungen in den Fels getrieben. Dazu wurden rund 75.000 laufende Meter Bohrlöcher gebohrt, in denen 42 Tonnen Sprengstoff zur Explosion kamen. Der Ausbruch betrug rund 24.000 Tonnen Gestein. Die angetroffene Geologie war in Teilbereichen deutlich schlechter als prognostiziert, woraus sich derzeit eine Gesamtverzögerung der Bauarbeiten von rund einem Monat ergibt. Diese Verzögerung muss nun beim nachfolgenden Innenausbau der Rettungsstollen wieder wettgemacht werden. Hierzu wird in den nächsten drei Monaten auch in der Nacht im Tunnel gearbeitet. Es ist vorgesehen, dass in der Nacht der Bewehrungsstahl für die Stolleninnenschale eingebaut wird, so dass am darauffolgenden Tag betoniert werden kann. Der Bau der Stollen ist Teil der umfangreichen baulichen und betriebstechnischen Nachrüstung für mehr Sicherheit im Michaelstunnel. Diese umfasst außerdem noch die Erneuerung der Zwischendecke, den Bau zweier Treppenhäuser und den Einbau modernster Betriebs- und Sicherheitstechnik. Insgesamt werden dadurch fünf neue Notausgänge erschlossen, so dass den Verkehrsteilnehmern im Tunnel nach Abschluss der Nachrüstung alle 300 Meter ein Notausgang zur Verfügung steht. Weiterhin werden die Fluchtwege deutlicher gekennzeichnet und die zum Teil 20 Jahre alte Betriebs- und Sicherheitstechnik erneuert bzw. erweitert. Die vorhandenen Lüfter im Tunnel werden von Grund auf überholt und zum Teil durch neue Lüfter ersetzt.

Bis Ende März wird der/Bau der neuen Zwischendecke abgeschlossen sein. Nachdem zunächst rund 10.000 Tonnen Beton der alten, 1.765 Meter langen, Zwischendecke abgebrochen wurden, sind inzwischen rund 1.600 laufende Meter Zwischendecke wieder neu gebaut und jeden Tag kommen weitere 12 Meter Zwischendecke hinzu. Das Regierungspräsidium geht davon aus, dass durch die zusätzlich finanzierten Beschleunigungsmaßnahmen die Bauverzögerung aufgeholt und der Michaelstunnel planmäßig am 01.08.2012 wieder in Betrieb genommen werden kann.

Unmittelbar im Anschluss an die Wiederinbetriebnahme des Michaelstunnels wird dann in den folgenden sechs Monaten das noch fehlende Treppenhaus in der Fremersbergstraße gebaut. Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet die Anwohner und Verkehrsteilnehmer für die Belastungen und Behinderungen um Verständnis. Weitere umfangreiche Informationen rund um die Nachrüstung des Michaelstunnels erhalten Sie auf der Internetseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter www.rp-karlsruhe.de I Themen I Straßenwesen und Verkehr. Weitere Informationen zu aktuellen Straßenbaustellen finden sich im Internet unter www.mvi.baden-wuerttemberg .de

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