Bühl - Vilafranca: Nach Radtouren folgt Pilgerweg zum 10. Jubiläum der Städtepartnerschaft

Karl-Otto Schöttler bei einer Führung am Monte de Gozo, dem Pilgerdenkmal bei Santiago de Compostella.

Zehn Jahre ist es her, seit Erich Müller von seinem (ehemaligen) Nachbarn Bernd Kölmel, städtischer Europabeauftragter, über den Gartenzaun hinweg erfuhr, dass Bühl mit der spanischen Stadt Vilafranca eine Städtepartnerschaft begründet. Daraus entwickelte sich die erste Radtour in eine Bühler Partnerstadt. Das war 2002. Zum zehnjährigen Partnerschaftsjubiläum will Müller den legendären Jakobsweg erwandern. Alle Details darüber und noch mehr erfahren Interessenten beim Stammtisch des städtischen Partnerschaftskomitees am Dienstag, 20. März um 19.30 Uhr im Deutschen Kaiser in der Bühlertalstraße. Der Eintritt ist natürlich frei. Mit dabei ist Karl Otto Schöttler, ein echter Experte in Sachen Jakobsweg.

Zunächst gibt er einen Überblick über die europäischen Jakobswege, dann geht er kurz auf die historische Entwicklung der Pilgerschaft nach Santiago ein und zeigt die wichtigen Etappen und Orte auf dem Camino francés. Im zweiten Teil seiner Information wird der ehemalige Schulleiter ausführlicher auf den als Partnerschaftsprojekt geplanten Weg Somport – Puente la Reina eingehen. Schöttler leitet seit 1997 Pilger-, Wander- und Studienreisen auf Jakobswegen in Deutschland, Frankreich und Spanien für verschiedene Reiseunternehmen und Pilgerbüros, unter anderem viele Reisen für Harry Ebinger. Dieser lebt in Vilafranca und ist der Radpartner von Erich Müller. Müller ist Mitglied der Bosch-Radsportgruppe, gleichnamige Firma war auch Initiator der neuen Städtepartnerschaft, die 2002 nach 1.386,6 km pünktlich zur Partnerschaftsfeier in Vilafranca von Bühl aus eintraf. Der Gegenbesuch der Katalanen erfolgte per Velo im Jahr danach mit dem Organisator Harry Ebinger. So entstand über die Passion Radfahren und den Sport allgemein eine enge Freundschaft zwischen Ebinger und Müller, die jetzt darin gipfelt, das Projekt Partnerschaftspilgerweg auszuschreiben. Die Idee ist eine „Jubiläumstour“ zu Fuß auf dem Jakobsweg, nach Santiago de Compostela, und von dort auch noch bis nach Finisterre, dem damaligen Ende „der alten Welt“. Beide Organisatoren möchten sowohl Menschen in Bühl wie auch in Vilafranca ansprechen, um gemeinsam dieses Erlebnis zu teilen.

Losgehen soll es in diesem Jahr am 20. Mai, direkt von der Partnerschaftsfeier mit einer ersten achttägigen Etappe. Die beiden haben sich für den stilleren, den Aragonischen Weg entschieden. Dieser geht von Puerto de Somport (Passhöhe) nach Puenta la Reina durch eine faszinierende, einsame Landschaft. Das Projekt ist auf mehrere Jahre angelegt, jährlich sollen weitere Etappen folgen. Die beiden Akteure wollen alles organisieren, Transfers, Etappen, Hotels, Gepäcktransport etc.. Täglich sollen Etappen bis zu 25 Kilometer zurückgelegt werden. „Wir suchen jetzt Menschen aus beiden Städten und Umgebung, die offen sind für dieses Erlebnis der besonderen Art“, so Erich Müller. Ziel ist es, wie beim Radprojekt, auch den Kontakt nach Villefranche zu knüpfen, „vielleicht finden sich ja auch dort Weggefährten.“ Immerhin lebt Max Cassaz in Villefranche, der zu Fuß vom Beaujolais aus bereits die Strecken nach Bühl, Schkeuditz und Vilafranca bewältigt hat. Das städtische Partnerschaftskomitee unterstützt das Projekt. „Diese Idee wird etwas ganz Besonderes innerhalb unserer Partnerschaftsarbeit“, meint Bernd Kölmel, 1. Vorsitzender des Partnerschaftskomitees.

Quelle: Pressestelle Bühl, Wolfgang Mark

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