Bürgerinformationsveranstaltung im Zay: Standortvarianten für interreligiösen Kindergarten der IKG vorgestellt

Quelle: Pressestelle Rastatt, Bettina Baumann

Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch konnte rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger bei einer Infomationsveranstaltung im Zay begrüßen. Auf Einladung der Stadt Rastatt stellten Sandra Hentze vom Kundenbereich Stadtplanung und Vertreter der Israelitischen Kultusgemeinde Baden-Baden (IKG) ein Bauvorhaben auf dem Areal der ehemaligen Max-Jäger-Schule vor: Die IKG plant eine Kindertagesstätte mit Gemeindesaal. Im Auftrag der IKG hat das Architektenbüro Adler & Retzbach mehrere Standorte auf dem ehemaligen Schulgelände im Zay untersucht und dazu Planungsvarianten entwickelt. OB Hans Jürgen Pütsch stellte die drei möglichen Standorte bei einem Rundgang vor.

Das pädagogische Konzept und die Planungen waren bereits Thema in einer öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 21. Mai 2012. In dieser Sitzung wurden auch die Ergebnisse der ersten Bürgerinformationsveranstaltung zur Nachnutzung des Schulareals vorgestellt, die Mitte März stattfand. Der Gemeinderat hatte die Standortpräferenzen für eine Kita beraten und war dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, die Standortfrage mit der Bürgerschaft zu erörtern.

Im Anschluss an den Rundgang fand man sich in der Aula zusammen, wo Sandra Hentze nochmals die Standortalternativen für eine Kindertagesstätte erläuterte. Aus städteplanerischer Sicht, so Sandra Hentze, befürworte die Stadtverwaltung den Standort an der Zaystraße. Grundsätzlich aber, so ergänzte OB Pütsch, werden die Anregungen der Anwohner in die Beschlussempfehlung für den Gemeinderat einfließen. Franziska Kohmann vom Fachbereich Jugend, Familie und Senioren beleuchtete Fragen rund um die Kinderbetreuung in Rastatt. Es sei aus Sicht der Stadt wichtig, die Kleinkindbetreuung zur Sicherung des Rechtsanspruchs ab 2013 auszubauen. Gerade im Bereich Zay und Röttererberg sei eine Zunahme von Familien mit Kindern zu erwarten; somit könnte wohnortnah ein weiteres Angebot der Kindertagesbetreuung angeboten werden. Der Gesetzgeber räume der freien Jugendhilfe und Kirchen Vorrang vor eigenen Angeboten ein. Dementsprechend sei das Angebot der Kultusgemeinde, eine Kindertageseinrichtung in Rastatt neu zu errichten und zu betreiben, zu begrüßen.

Benjamin Vataman und Andreas Huber von der IKG standen für Fragen rund um das Pädagogische Konzept des Kindergartens zur Verfügung. Andreas Huber betonte, dass man eine interreligiösen Kita anbieten wolle. Es sei das Anliegen der Kultusgemeinde, dass sich Kita und Gemeindehaus – das künftig auch für Familienfeiern o.ä. zur Verfügung stehen soll – in die Gemeinschaft im Zay integrieren.

Heinz Juschus von der Anwohnerinitiative Niederwiesen begrüßte die Initiative, eine Kindertagesstätte zu bauen. Als Standort favorisierten die anwesenden Anwohner die Variante an der nördlichen Grundstücksgrenze. Damit, so der Tenor, bleibe der Gartenstadtcharakter des Zay erhalten. Auch der Erhalt der Max-Jäger-Schule bleibt weiterhin ein Wunsch der Anwohner.

OB Pütsch dankte abschließend allen Beteiligten für den konstruktiven Abend. Die Gremien der Stadt Rastatt werden sich nun mit der Planung und allen Anregungen befassen. Der Vorhabenträger, die IKG, plant den Betrieb ab dem Herbst 2013.

Quelle: Pressestelle Rastatt, Bettina Baumann

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