Bundesweites Kindergartenprojekt in den Loffenauer Kindergärten - Vom Baum zum Brett, live im Wald miterlebt

„Große Themen für kleine Leute“, so heißt ein Projekt, das ein Jahr lang in den Loffenauer Kindergärten entwickelt und erprobt wird.

Quelle: Landratsamt Rastatt, Katharina Moor

Am Dienstag erlebten die Kinder live, wie Emil Wunsch aus Gausbach einen Holzstamm zu Brettern verarbeitete. Für den erfahrenen Holzverarbeiter war das Sägen ein „Kinderspiel“; hatte er doch vor Jahren den Weltrekord des „längsten Brettes“ der Welt mit 45,15 m erreicht. Die Erzieherin Anja Laubel und Försterin Katrin Dürr hatten ihn um Mithilfe gebeten. Die beiden Waldpädagoginnen erarbeiten zusammen mit den Kindern und unterstützt von den Einrichtungen und dem Kreisforstamt im Landratsamt ein Waldprojekt, das weit über die üblichen Themen der Naturpädagogik hinaus geht. Inhaltlich und qualitativ orientiert sich das Thema an den Standards der UN-Dekade. Es geht um den Auftrag zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, kurz BNE genannt.

Die Kinder erfahren hier schon früh die Beziehung zwischen dem Umgang mit der Natur und ihrer „Welt“ zuhause, in Kindergarten oder Schule. Seit Herbst befassen sich die Kinder bei ihren regelmäßigen Waldtagen spielerisch mit „Häuser bauen“. Sie bauen eigene Zwergenhäuschen oder ganze Städte aus Ästen, Steinen, Moos und Blättern. Verschiedene Aktionen begleiten das Jahr, wie der spannende Tag an dem im Beisein der Kinder genau jener Baum gefällt wurde, der dann am Dienstag zersägt wurde. Stolz trugen die Kinder auch selbst die fertigen Bretter der Weißtanne in den Kindergarten.

Wie die Pressestelle weiter mitteilt, bilden Anja Laubel und Katrin Dürr eines von zwei baden-württembergischen Förster-Erzieher-Tandems, die bundesweit eine Palette verschiedenster BNE- Projekte im Wald erarbeiten. Organisiert von der Universität Freiburg und dem Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten treffen sich Erzieher und Förster aus ganz Deutschland um für den Bildungsauftrag „Nachhaltige Entwicklung“ eine Sammlung an Bildungsangeboten zur „BNE“ zu entwickeln. Ende 2013 sollen die Ergebnisse durch Publikation und Fortbildungsseminare an andere Erzieher und Förster weiter vermittelt werden.

Quelle: Landratsamt Rastatt, Katharina Moor

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