Bombe in Rastatt am Dienstag Mittag entschärft

Bereits am frühen Montagabend hatten Bombensucher im flachen Uferauslauf der Murgschleife gegenüber der Badnerhalle in Rastatt eine zehn Zentner schwere amerikanische Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg aufgespürt.

Noch in der Nacht auf Dienstag hatte Bürgermeister Arne Pfirrmann als Leiter des Krisenstabes die Arbeiten von Polizei, Feuerwehr und dem Roten Kreuz bis tief in die Nacht koordiniert, damit die Evakuierung von Seniorenheimen und mehrerer Hundert Anwohner im Umkreis von vierhundert Metern vom Fundort ab sieben Uhr früh reibungslos vonstatten gehen konnte.

Feuerwerker und Sprengmeister Heinrich Bernhard Scho ist Deutschlandweit im Einsatz bei der Beseitigung von nicht detonierter Kriegmunition. Nachdem die Bombe hier in Rastatt behutsam freigelegt worden war, erkannte der Experte schnell, dass es sich um eine Bombe mit zwei in Anführungszeichen relativ ungefährlichen Aufschlagszündern handelte.

Die Bombe wurde erfolgreich entschärft, alle Anwohner konnten noch am Dienstagnachmittag wieder zurück in ihre Wohnungen. Nach diesem Fund denkt die Stadt Rastatt darüber nach, den gesamten Murgbereich in der Innenstadt, welcher von den Hochwassersanierungsmaßnahmen betroffen ist nach Blindgängern zu untersuchen. Mit den weiteren Sondierungen wird in der kommenden Woche begonnen.

Infos aus dem Rastatter Krisenstab
Kurz vor 13 Uhr konnte die Entschärfung der am Vortag aufgefunden Fliegerbombe im Murgvorland in Rastatt vermeldet werden. Sie war in der Nähe der BadnerHalle, zwischen Rohrer Steg und Franzbrücke gefunden und frei gelegt worden. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch dankte bei einem Pressegespräch nach der Entschärfung der Bombe allen Einsatzkräften für ihr großartiges Engagement bei der Bewältigung der logistischen Herausforderung. Insgesamt über 400 Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr, des DRK und THW sowie Mitarbeiter der Stadt Rastatt hatten die umfangreichen Evakuierungs- und Sperrmaßnahmen im Sperrbereich am frühen Vormittag begonnen. Wie OB Pütsch betonte, konnte man in jedem Bereich auf professionelle und erfahrene Helfer und Kräfte zurückgreifen. Der Krisenstab kam bereits in der Nacht zusammen und tagte bis weit nach Mitternacht.

Dank an Krisenstab und Einsatzkräfte
Auch Bürgermeister Arne Pfirrmann als Vorsitzender des Krisenstabs hatte nur lobende Worte für die sehr gute Zusammenarbeit und die hohe Professionalität der Helfer. Trotz einer nur sehr kurzen Vorbereitungszeit – schließlich hatte man nur eine Nacht zur Verfügung – gelang es, die rund 3500 betroffenen Personen, Firmen und Anwohner, darunter auch zwei Alten- und Pflegeheime zu evakuieren und per Lautsprecherdurchsagen im Sicherheitskorridor zu informieren.

Die gute Organisation des Vormittags lag auch an den intensiven Gesprächen, die man in der Nacht im Krisenstab geführt hatte, so Christian Woll vom DRK. Insgesamt 300 Hin- und Rücktransporte mussten bewältigt werden, darunter auch bettlägrige Patienten. Auch ein Bus zum Transport wurde angefordert, so Günter Knapp, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung. Besonders bewährt hat sich das neu eingerichtete Krisenzentrum im Rathaus Herrenstraße, das damit seine Feuertaufe bestanden hat.

Karl-Heinz Ploß, Leiter des Polizeireviers Rastatt, lobte die gute Mitwirkung der Rastatter Bevölkerung, die bei der Evakuierung viel Verständnis für die Maßnahme zeigte.

Auch die lokale und regionale Presse zeigte großes Interesse und konnte sich mit den Pressestellen der Polizei und der Stadtverwaltung vor Ort am Murgufer ein Bild von dem Bombenfund machen und Gespräche mit den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes führen sowie die Evakuierungsstandorte in der Carl-Diem-Halle und beim Ludwig-Wilhelm-Gymnasium besichtigen. (Quelle Text: Bettina Baumann, Stadt Rastatt)

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