Schiibefier treibt den Winter aus

Seit 28 Jahren lädt die Bürgervereinigung Obere Breite e.V. zum sogenannten Schiibefier. Auf dem Schulterkissele oberhalb von Baden-Oos treffen sich die Vereinsmitglieder zum gemeinsamen Winteraustreiben. Das Scheibenschlagen kommt aus dem alemannischen Raum und wird traditionell am Funkensonntag, also nach Aschermittwoch gefeiert.

Schiibefüür - eines der ältesten und schönsten Brauchtümer des alemannischen Raums. Traditionell findet es immer am Sonntag nach Fasnacht (Fasching Karneval) statt, um die Fasnacht zu verbrennen und den Frühling zu begrüßen. Manche Gemeinden haben es auch auf Samstag vor verlegt. Veranstaltet wird es meist von Vereinen, Fasnachtscliquen oder der Feuerwehr usw. Die Vereine sammeln in der Fasnachtswoche Holz aus dem Dorf, das sich unterm Jahr angesammelt hat (Abbruchholz, Bretter, Grünschnitt, etc.). Sie fahren es auf den Scheibenfeuerplatz, der immer hoch überm Dorf liegt.

Das Holz wird zum Scheibenfeuer aufgestapelt. In manchen Gemeinden sind die Feuer 5 Meter hoch und noch höher. Rings rum sind noch ein paar kleinere Feuer zum Grillen. In anderen Gemeinden gibt es nur einige kleine Feuer. Das ist von Dorf zu Dorf verschieden. Das Feuer wird bei Sonnenuntergang angezündet und brennt meist die ganze Nacht. Dabei werden dann Scheiben geschlagen. Die Scheiben sind quadratische Brettchen aus Buchenholz von etwa 10 cm Seitenlänge.In der Mitte sind sie dicker und mit einem Loch zum Durchstecken des Haselnußsteckens versehen. Dieser Scheibenstecken ist etwa drei Meter lang. Die Scheiben kann man heute schon im Baumarkt kaufen, aber wer etwas auf sich hält, schneidet sie sich selber zu.
Quelle: www.brauchtumsseiten.de

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