Philippe Arlaud inszeniert CARMEN im Festspielhaus

Für Philippe Arlaud, der für die Inszenierung im Festspiehaus Baden-Baden verantwortlich zeichnet, ist es die erste „Carmen“ seiner langjährigen Karriere. Arlaud bezeichnet diese meistgespielte Oper als „besondere Herausforderung“ und möchte das Werk von der für ihn „unerträglichen Folklore“ befreien!

Arlaud: „Ich bin der Meinung man muss ‚Carmen’ erst einmal von den ganzen Folklore-Klischees frei machen. Für mich ist bei der Inszenierung dieses Werks eine ganz klare und eindeutige Dramaturgie entscheidend. Obwohl wir ‚Carmen’ im Festspielhaus Baden-Baden mit großen, durch Videosequenzen ergänzte Bühnenbilder realisieren, kommt es mir besonders auf eine genaue Personenführung und eine hohe Konzentration auf die einzelnen Charaktere an.“ Im Detail erläutert Arlaud weiter: „In meiner Carmen prallen vier Welten, das heißt die Welt der Schmuggler, die des Militärs, die Stierkampfwelt sowie die Welt des Lilas Pastia aufeinander. Zentral ist für mich dabei stets das Prinzip der Dominanz. Nur Carmen ist die einzige Person, die – abgesehen von ihrem eigenen Schicksal – keine Dominanz duldet.“

Der gebürtige Franzose ist mit Carmen bereits zum siebten Mal für das Festspielhaus als Regisseur tätig geworden. Für uns nahm er sich Zeit für ein kurzes Interview wenige Stunden vor der Premiere seiner Carmen.

Carmen:
Die israelische Mezzo-Sopranistin Rinat Shaham, die derzeit als eine der am meisten gefragten Carmen-Darstellerinnen gilt, singt im Festspielhaus Baden-Baden die Titelpartie. Shaham sagte in der Pressekonferenz: „Ich freue mich auf die Neuproduktion und das fantastische Team mit dem ich im Festspielhaus Baden-Baden zusammenarbeite. Philippe Arlaud bringt tolle neue Ideen mit und auch Teodor Currentzis inspiriert uns alle mit seinen brillanten musikalischen Vorstellungen.“

Zu ihrer eigenen Person und in welcher Verbindung sie selbst mit dieser Rolle stehe, erläutert die Israelin: „Ich identifiziere mich sehr mit Carmen und fühle mich auch im wirklichen Leben so. Das ist sehr wichtig für diese Rolle, wenn man eine überzeugende Carmen auf der Bühne sein möchte. Dennoch bin ich natürlich jederzeit gerne bereit andere Rollen zu spielen.“
Text: festspielhaus.de

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