Baden-Badens Geschichte als UNESCO Weltkulturerbe

Gemeinsame Bewerbung mit europäischen Bäderstädten mit mehr Aussicht auf Erfolg

Wer heute die Stadt Baden-Baden besucht, begegnet den Relikten dieser Geschichte auf Schritt und Tritt: In der Lichtentaler Allee, im Kurviertel, im Bäderviertel, in der Altstadt und in den umliegenden Wohnvierteln. Auch die enge Verbindung von Stadt und Natur ist kein Zufall, sondern das Ergebnis eines jahrhundertelangen Mühens, ideale Lebensbedingungen zu schaffen.

Die Bewerbung
Vor vier Jahren war es der Freundeskreis Lichtentaler Allee e.V., der als erster die Idee hatte, sich bei der UNESCO für Baden-Baden um das Prädikat Weltkulturerbestätte zu bemühen. Seither bündeln sich die Kräfte. Gemeinsam mit der Kur- und Tourismus GmbH, der Stadtverwaltung, der Industrie und Handelskammer IHK Karlsruhe und der Stuttgarter Denkmalschutzbehörde wurden jetzt die Erfolgsaussichten in einer Vergleichsstudie ermittelt. Das Ergebnis besagt, dass eine Bewerbung im Verbund mit weiteren und mit Baden-Baden vergleichbaren Bäderstädten bessere Chancen auf Erteilung des begehrten Kulturerbesiegels hätte. In Frage kommen zum Beispiel das französische Vichy, Spa in Belgien oder die Partnerstadt Karlsbad in Tschechien.

Aber es sind nicht nur die sichtbaren Relikte der Geschichte, die Baden-Baden prägen. Vielerlei gesellschaftliche Gewohnheiten und Traditionen sowie ein auf körperliches und geistiges Wohlbefinden ausgerichtetes Freizeit- und Dienstleistungsangebot leiten sich aus der Geschichte der Stadt ab.

Seit gut zweihundert Jahren zieht die Stadt ein internationales Publikum an: Für einen kurzen Besuch, ein Konzert, für geschäftliche Angelegenheiten, eine Tagung, einen Kongress, für längere Erholungsaufenthalte – manchmal für immer. Um diese Anziehungskraft Baden-Badens zu erhalten und um die Stadt erfolgreich in die Zukunft zu führen braucht es immer wieder eine Rückbesinnung auf die Geschichte, eine Analyse des aktuellen Zustands und eine klare Definition von Entwicklungszielen.

Das materielle und materielle Kulturerbe Baden-Badens ist ein unbezahlbarer Schatz. Es kann kein Fehler zu sein, dieses Kapital zu erhalten, es zu pflegen und die Bevölkerung für die überkommenen Werte zu sensibilisieren. In diesem Sinne setzen sich Bürger der Stadt seit Jahren für die Erhaltung, eine intensive Auseinandersetzung und Pflege des Kulturerbes ein.

Dabei hat sich die Vermutung erhärtet, dass die Bedeutung dessen, was vergangene Generationen an immateriellem und materiellem Erbe in Baden-Baden hinterlassen haben, weit über die nationalen Grenzen hinausgeht. Gleichzeitig wurde in der Auseinandersetzung mit weiteren Kurstädten in Europa deutlich, dass es an anderen Orten ein durchaus vergleichbares Erbe gibt.

Was heißt das nun aber für die Baden-Badener Ambitionen eines Welterbeantrags?

Die oben erwähnte Vergleichstudie veranschaulicht die außergewöhnliche Bedeutung dieser Städte, die durch ihre internationale Ausrichtung bereits im 19. Jahrhundert schlüssige Antworten für eine bis heute aktuelle Frage geliefert haben:
Wie können unterschiedliche soziale, ethnische und religiöse Gruppen in Europa friedlichzusammenleben? Quelle: kulturerbe-baden-baden.de

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