Tennis Nachwuchsförderung beim TC Rot-Weiss

Zum letzten Jahreswechsel wurde bei Deutschlands ältestem Tennisclub Rot Weiss Baden-Baden ein Förderverein zu Unterstützung junger Spieler gegründet. Zwar hat der Tennisclub keine Nachwuchssorgen, zweidrittel der Mitglieder sind unter 18, dennoch soll zukünftig verstärkt auf neue Talente geachtet werden. Beim Kleinfeldturnier am Wochenende wurde der erste Scheck durch drei Sponsoren überreicht.

Förderverein und Talentschmiede
Begeisterung für eine Idee und Aufbruchstimmung für ein neues Projekt – das waren die beherrschenden Gefühlslagen bei der Gründungsversammlung des „Förderverein TC Rot-Weiss Baden-Baden“ im Clubrestaurant „Rosso Bianco“ an der Lichtentaler Allee. Mit dieser Gründung schlägt der älteste Tennisclub der Republik ein neues Kapitel in der Geschichte seiner Jugend- und Nachwuchsarbeit auf.

Die Initialzündung kam vom neuen Club-Präsidenten, Ingo Auer. Gemeinsam mit Sportwart Teo Jägersberg und dem Trainerteam aus der künftigen Chef-Trainerin Lana Jägersberg, Rolf Merkel und dem neu zum Club gestoßenen Daniel Schubert hat er sich die besondere Förderung talentierter und leistungsorientierter Jugend- und Nachwuchsspieler auf die Fahnen geschrieben. Das Konzept ist ganzheitlich angelegt. Zusätzliche, für leistungsstarke Jugendliche kostenlose Trainingseinheiten, begleitende Fitnessprogramme, Mentaltraining und gelegentliche Abstecher zu regionalen Trainingsstützpunkten bilden das Gerüst des Konzeptes. Mehr Anbindung der Cracks in spe an die aktuellen Spitzenspieler und Spielerinnen in Form von gemeinsamen Trainingseinheiten oder auch Pflichtbesuche der Ligaspiele sind weitere Elemente, denn größere Nähe zu den Assen verstärkt die Motivation der Youngster.

Das erklärte Ziel ist, die 1. und 2. Damen- und Herrenmannschaften des TC Rot-Weiss zukünftig so weit als möglich mit Spielern aus den eigenen Reihen zu besetzen. Dabei sollen sich die Parademannschaften des Clubs dauerhaft auf Badenliga/Oberliga-Niveau etablieren. Um diesem Anspruch zu genügen, greift man derzeit vorwiegend auf externe Spitzenspieler zurück, verbunden mit den entsprechenden Kosten. Mit dem Zugriff auf ein eigenes Spielerreservoir will der Club langfristig die Kosten senken, aber auch mehr Identifikation mit seinen Aktivitäten schaffen sowie mit einem attraktiven Image weitere Talente in die Lichtentaler Allee locken und mehr Mitglieder für sich gewinnen.

Doch auch das alles gibt es zunächst nicht zum Nulltarif. Die Gründung eines Fördervereins, der bei Clubmitgliedern, Freunden, Handel und Gewerbe die finanziellen Mittel für das Projekt einwerben soll, ist zugegeben keine neue Idee, aber immer noch sehr wirksam, wie aktuelle Beispiele hoch erfolgreicher Tennisclubs in Flensburg, im Saarland und in Württemberg zeigen. Ihnen allen gemeinsam ist u.a. eine deutliche Konzentration auf Jugend- und Nachwuchsarbeit, getragen von finanziellen Zuwendungen der Fördervereine.Den Enthusiasmus für die sportlich ambitionierten Ziele und die Begeisterung für Tennis-Spitzensport in Baden-Baden bei potentiellen Partnern und Förderern zu wecken, ist vordringlichste Aufgabe der Gründungsmitglieder, die Professor Hans-Peter Mengele als 1. Vorsitzenden sowie Dr. Frank Joyeux als seinen Stellvertreter an die Spitze des Vereins gewählt haben. Ihnen zur Seite gestellt sind Elsa Mirau und Wolfgang Moser als Beisitzer. Das Amt des Schatzmeisters bekleidet Henrik Rosatti.

Die Argumente für ein Engagement in Sachen Förderverein beschränken sich aber nicht allein auf die Spitzenteams und die projektierte Talentschmiede, auch der Breitensport bleibt auf dem Radar. Und hier vor allem die von Trainer-Urgestein Rolf Merkel mit so viel Herzblut betriebene und selbst auf Landesebene mit Auszeichnung gewürdigte Entwicklung des Schultennis. Auch dies konsequent weiter zu verfolgen, ist ein Anliegen des Fördervereins, denn Top-Talente können nur aus einer breiten Basis heraus wachsen. Man darf gespannt sein, wann das spannende Konzept die ersten Früchte trägt.

Kinder Kleinfeld-Turnier
Am Sonntag fand auf eine Initiative des Beauftragten für Schultennis des Schulamtskreises Baden-Baden und Jugendwart des TC Rot-Weiss Rolf Merkel in Verbindung mit dem Fördervereins des TC Rot-Weiss ein Kleinfeld-Tennisturnier auf der Anlage in der Lichtentaler Allee statt.

Teilnahmeberechtigt waren alle Schüler der Jahrgänge 2001 bis 2004 des Schulamtskreises. Gespielt wurde mit sog. „Methodik-Bällen Stage 2“ auf zwei Gewinnsätze bis jeweils 11 Punkten. Das Einspielen der Bälle erfolgte nur von unten und wechselt nach 5 Angaben. Die Siegerehrung mit Pokalen für die ersten vier Platzierten fand direkt nach dem letzten Finale statt. Alle teilnehmenden Kinder erhielten eine Plakette und eine Urkunde. Als Sponsoren konnten für diese Veranstaltung die Firmen Wertheimer und Grenke Leasing AG sowie die Volksbank Baden-Baden / Rastatt gewonnen werden.

Zufällige Videos

Neueste Meldungen

  • Rastatt - Der IHK-Präsident würdigte das ehrenamtliche Engagement der Geehrten: „Neben der Verantwortung gegenüber einzelnen Absolventen übernehmen Sie Verantwortung gegenüber der Wirtschaft. Mit Ihrer Unterstützung können wir beispielsweise den Unternehmen anhand des IHK-Zeugnisses eine verlässliche Grundlage für Ihre...
  • Calw - Die Künstlerinnen bringen heitere, besinnliche und leidenschaftliche Lieder aus der Welt der großen, alten Chansons der Piaf und anderer, mit Titeln wie "La Vie en rose", "Je ne regrette rien", "Accordéon", "La Bohème" und wunderschönen stimmungsvollen Piano Soli. Ihr erstes öffentliches Konzert in diesem Jahr geben die...
  • Baden-Baden - Das Erarbeiten von Optimierungsvorschlägen im Rahmen des „Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses“ ist Teil des Qualitätsmanagements der Schöck AG. Das Unternehmen belohnt das Engagement seiner Mitarbeiter. Regelmäßig werden Monatssieger gekürt. Am 19. März 2018 wurden vier Jahressieger mit einer zusätzlichen Prämie...
  • Baden-Baden - Die Eberhard-Schöck-Stiftung und die Schöck Bauteile GmbH haben in feierlichem Rahmen den Schöck Bau-Innovationspreis in Ulm verliehen. Jedes Jahr werden drei Hochschulabsolventen für herausragende Abschlussarbeiten beim Branchenforum von Schöck prämiert. Die Preisträger kommen in 2018 von den Hochschulen in Dresden...