Ministerin Marion Schick zu Besuch am Bildungsstandort Baden-Baden

Scherer Familienzentrum und Grundschule Cité werden mögliches »Bildungshaus«

Baden-Württembergs Kultusministerin Marion Schick war zu Besuch in Baden-Baden. Im Scherer Familienzentrum wollte sie sich über das aktuelle Kleinkinderbetreuungsangebot informieren. Unter dem neuen Namen "Bildungshaus" soll auch hier in der Cité ein Kindergarten mit Grundschule unter einem Dach entstehen. Kinder ab drei Jahren erfahren bis zum Ende der Grundschule qualifizierte Ausbildung nach dem neuen Modell.

Ein Bildungshaus könnte den Betreuungs- und Schulstandort Baden-Baden ausbauen und in seiner Bedeutung stärken. Die Ministerin bemerkt als besonderen Vorteil hier in der Cité die Räumliche Nähe von Krippe, Grundschule und Hochschulcampus. In Baden-Baden hat sie einen guten Eindruck hinterlassen. Kultusbürgermeister Michael Geggus hofft nun nach Ende der Bewerbungsfrist auf positive Nachrichten aus dem Stuttgarter Bildungsministerium, denn bei der Aufnahme Baden-Badens in das Bildungshaus-Modell geht es im Grunde um die Zusicherung von notwendigem Personal durch das Land. Diese zusätzlichen sogenannten Deputatsstunden ermöglichen erst die funktionierende Kooperation zwischen Kinderkrippe, Kita und Grundschule. Der Besuch der Ministerin war ein großer Schritt dorthin. Die Baden-Badener Landtagsabgeordnete Ursula Lazarus hatte Marion Schick nach Baden-Baden eingeladen. "Die Entscheidungen fallen nachher kompetenter, wenn man sich vor Ort auskennt!" In der Vergangenheit hatte Lazarus immer wieder Entscheidungsträger nach Baden-Baden geholt.

Das Modell Bildungshaus
Die Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule wird nicht erst heute diskutiert. Ende der 70er-Jahre wurden dazu in verschiedenen westlichen Bundesländern Modellversuche durchgeführt, z.B. der bayerische Modellversuch „Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule“ (1979–82) oder der Modellversuch „Übergang vom Elementar- zum Primarbereich“ in Hessen (1977–80). An vielen Orten entstanden Kooperationsmodelle (z.B. Sennlaub 1979), an denen sich u.a. die Jugendhilfe trägerübergreifend beteiligte,die sich aber nicht flächendeckend durchsetzten und von denen wenige über längere Zeit Bestand hatten.

Ein „Bildungshaus für Kinder von drei bis zehn Jahren“ ließe sich im traditionellen deutschen Sprachgebrauch als „Kindergarten und Grundschule unter einem Dach“ denken, als eine Institution also, in die Kinder aufgenommen werden, wenn sie drei Jahre alt geworden sind, in der sie sieben Jahre lang qualifizierte Bildung erfahren und die sie dann in Richtung einer weiterführenden Schule wieder verlassen. Dies wäre die „Verschmelzung von Elementar- und Primarbereich“. Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

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