Theodor-Heuss-Schule stellt Totenmaske aus

Aus dem Besitz der langjährige Heuss-Sekretärin - Maske wird nur am Todestag enthüllt

Feierliche Enthüllung eines Gipskopfes am Montag Morgen in der Theodor-Heuss-Schule im Baden-Badener Westen. Vor Schülerinnen und Schülern der sechsten Klasse konnte Rektor Werner Schlindwein die Totenmaske des ersten Bundespräsidenten und gleichzeitig Namenspatrons der Schule präsentieren.

Mit einer Totenmaske wird der letzte Gesichtsausdruck eines Verstorbenen quasi für die Zukunft erhalten. Lediglich neun Stück existieren vom toten Bundespräsidenten, sieben bei der Familie und eine weitere im Heuss-Museum in seiner Heimatstadt Brackenheim. Die Privatsekretärin von Theodor Heuss ist inzwischen 93 Jahre alt, sie lebt noch in Baden-Baden. Aus ihrem Besitz stammt diese Maske.

Der Rektor kann mit Stolz behaupten, dass seine Baden-Badener Schule die einzige der in Deutschland siebzig Theodor-Heuss-Schulen ist, welche über ein derart bedeutendes Ausstellungsstück verfügt. Heike Kronenwett vom Stadtmuseum hatte weitere Fotos und Bücher zu einer kleinen Ausstellung zusammengetragen, welche nun Dank einer Spende der BBBank in zwei Glasvitrinen im Foyer der Schule dauerhaft gezeigt werden kann. Den Kindern war es bislang nicht immer verständlich, warum ihre Schule den Namen einen Menschen trägt, der bereits seit fast fünfzig Jahren tot ist.

"Theodor Heuss war der Präsident in Deutschland, der die vielen Staaten, die uns nach dem zweiten Weltkrieg feindlich gegenüber standen wieder einigermaßen zufrieden stellen und freundschaftliche Bande knüpfen konnte. Und das ist genau das, was wir heute immernoch tun. Wir haben dreißig verschiedene Nationalitäten bei uns im Haus und etwas Anderes tun wir auch nicht, um die verschiedenen Kulturen und Eigenheiten der nationalen Herkünfte miteinander in Verbindung zu bringen und auszugleichen", damit zieht Rektor Werner Schlindwein wohl die bedeutendste Parallele zwischen Theodor Heuss und seiner Schule hier in Baden-Baden.

Zukünftig bleibt die Totenmaske von Theodor Heuss verdeckt. Jeweils und nur am 12. Dezember eines Jahres wird sie enthüllt und erinnert so an den Namensgeber der Schule.

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