Deutscher Medienpreis 2010 geht an Sir Richard Branson

Berufsabenteurer kommt nach Skiunfall auf Krücken nach Baden-Baden

Zum neunzehnten Mal inzwischen wurde jetzt in Baden-Baden der Deutsche Medienpreis verliehen. Media Control zeichnete den Unternehmer Sir Richard Branson aus. Der Berufsabenteurer war trotz eines kürzlich erlittenen Skiunfalls auf Krücken nach Baden-Baden gekommen um die Ehrung entgegen zu nehmen.

Vielen Menschen ist der englische Milliardär mit eigener Fluglinie und Plattenfirma als abenteuerlustiger Ballonfahrer auf Rekordjagd bekannt, dem Publikum hat sich dann ein überaus sympathischer und offener Familienvater Branson vorgestellt. Jeder gönnt ihm seinen Erfolg, denn die Zukunft der Welt liegt ihm am Herzen und so gibt er über zahlreiche eigene Stiftungen und Firmen Millionen für Afrikahilfe, Gesundheitsforschung und Bemühungen zur Reduzierung von Treibhausgasen aus.

Branson ist ein Vorbild, welches sich der Jugend stellt, so beantwortete er eine halbe Stunde neugierige Fragen von Schülerinnen und Schülern aus Baden-Baden. Zu erklären hatte er unter anderem die Frage, ob seine Abenteuerlust den Weltraum für Touristen zu erobern mit einem nachhaltigen Gedanken zur Einsparung von Energieresourcen und Treibhausgasen sei. "Die Luft- und Weltraumfahrt ist traditionell der Motor für Innovationen auf diesem Gebiet", verrät uns Daimler Vorstand Dr. Dieter Zetsche. Auch dafür bekommt er den Deutschen Medienpreis, er geht neue Wege, schafft Lösungen und bringt sie spektakulär der Öffentlichkeit nahe.

Begründung der Jury
Der Unternehmer und Philanthrop Sir Richard Branson wird mit dem Deutschen Medienpreis 2010 ausgezeichnet. Außenminister Dr. Guido Westerwelle wird im Rahmen der feierlichen Verleihung die Laudatio auf Richard Branson halten.

Die Jury ehrt damit einen global agierenden Unternehmer, der wirtschaftliche Kreativität und Innovation zu einer Kraft des Guten für internationale Verständigung, menschliche Entwicklung und die Bewahrung der Umwelt gemacht hat. Sein authentisches Engagement für die Verbesserung der Lebenschancen von benachteiligten Menschen verbindet er auf einzigartige Weise mit dem Geist des ruhelosen Abenteurers, der ständig auf der Suche nach neuen Wegen und neuen Ressourcen ist.

Den Unternehmer, Philanthropen, Aktivisten und Weltrekordjäger Branson beflügelt der Wille, Grenzen zu überwinden und Ziele zu erreichen, die vormals als unrealistisch angesehen wurden: So gelang es ihm u. a. etwa mit Virgin Records eine Plattenfirma aus dem Nichts aufzubauen, mit Virgin Atlantic Airways eine eigene Fluggesellschaft zu etablieren, das britische Eisenbahnnetz zu reformieren und als Erster touristische Reisen ins Weltall anzubieten.
Dabei zeigt sich Branson jedoch zugleich stark erdverbunden: Seine Faszination für die Natur hat ihn 2006 dazu gebracht, sich zum Einsatz von milliardenschwerden Erlösen aus seinen Transportunternehmen in die Entwicklung neuer Treibstoffe zu verpflichten. Seine Empörung über das Ausmaß gewaltsamer Konflikte in der Welt führte ihn 2007 zur Einberufung eines friedensfördernd arbeitenden, globalen Rates der Weisen, „The Elders“, dem u.a. Nelson Mandela, Kofi Annan und Jimmy Carter angehören. Seine Ungeduld im Kampf gegen den Klimawandel führte ihn 2009 zur Mit-Initiierung des Projekts „Carbon War Room“, das nach ebenso profitablen wie nachhaltigen Wegen zur Reduzierung von Treibhausgasen sucht. Schließlich nutzt seine gemeinnützige Stiftung, Virgin Unite, die Expertise und Erfahrungen des erfindungsreichen Firmengründers dazu, Probleme in den Bereichen Entwicklung, Gesundheit und Umwelt auf dem afrikanischen Kontinent zu lösen.

Der Weltbürger Branson arbeitet als globaler Ideengeber, Netzwerker, Fundraiser und Promoter für die Zusammenarbeit von staatlichen, privatwirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Als unverbesserlicher Optimist fordert er sich und andere heraus, neue Wege im 21. Jahrhundert zu erkunden, um das Leben auf unserem Planeten besser, friedlicher und harmonischer zu gestalten.
Quelle: deutscher-medienpreis.de

Ein Abenteurer, der sein Geld gemacht hat und seine Ideen jetzt der Welt zurück gibt um die Zukunft aktiv mitzugestalten.

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