Peter Götz wird »Consul« beim 8. Närrischen Dinner der Römer-Garde Baden-Baden e.V.

Brenners Parkhotel ist Kulisse für den etwas anderen Fastnachtsabend

Bereits zum achten Mal hat die Römer-Garde Baden-Baden ihr sogenanntes "Närrisches Dinner" gefeiert. Die Orangerie im Brenners Parkhotel bot die Kulisse für ein Fastnachtsspektakel der etwas anderen Art. Hundertfünfzig Gäste erlebten eine Mischung aus kulinarischen Köstlichkeiten aus der Sterneküche des Hotels gespickt mit karnevalistischen Höhepunkten.

Hotelvizedirektor Stephan Bösch freute sich zu recht über diese gelungene Veranstaltung, die "Küchenkunst und Karneval gekonnt kombiniert. Sowas hat es vor den Römern hier noch nicht gegeben!" Einig waren sich die Gäste, dass das achte Närrische Dinner in der Folge der bisherigen das Beste war!

Den Anfang des närrischen Programms gestaltete Franz Barth als traditioneller Protokoller, er ist Präsident des Clubs der Knöchelträger in Mannheim und seit vielen Jahren als Patenverein der Römer-Garde Baden-Baden eng verbunden. Sina Erb und Markus Schieber sorgten für den ersten Wirbel des Abends. Das Tanzpaar vom TSV Wiesental Dettenheim zauberte eine Kür auf die kleine Tanzfläche und riss die Gäste zu Begeisterungsstürmen hin. Sina und Markus sind amtierende Deutsche Meister in ihrer Alterklasse.

Bühne frei hieß es sogleich für Gott Merkur. Ein seltener Gast in Baden-Baden, der das Weltgeschehen vom Baden-Badener Hausberg und somit seinem Namensgeber dem Merkurberg aus und mit mahnendem Finger kritisch betrachtet. Im Gotteskostüm und umrahmt von Legionären der Römer-Garde steckte Vereinspräsident Rüdiger Nöthlichs.

Yannick Furet ist neunzehn Jahre alt und bereits virtuos auf dem Saxophon. Für das Närrische Dinner schlüpfte er in ein Clownkostüm und studierte ein ein ganz besonderes Lied ein. Oh, mein Papa war eine wunderbare Clown, ein melancholisches Lied des Schweizer Komponisten Paul Burkhard, eine glungene Überraschung, die von den Gästen mit gerührt-begeistertem Applaus quittiert wurde.

Nach dem Hauptgang zog Jill Morris das Publikum mit ihrer unverwechselbaren Stimme in ihren Bann. Begleitet wurde sie nur von ihrem Mann Andy Forstmann an der Gitarre. So mag sie es am liebsten, natürlich und unverfälscht und live. Die gebürtige Wiesbadenerin lebt heute bei Baden-Baden. Als erste Europäerin überhaupt durfte sie in der legendären Grand Ole Opry in Tennessee auftreten, ausserdem wurde sie von einer führenden Country Music Organisation sechsmal in Folge zur besten nichtamerikanischen Sängerin gekürt. Begeisterter Applaus war der sympathischen Künstlerin sicher.

Für seinen Humor im Amt wurde der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Götz ausgezeichnet. Die Römer-Garde ernannte den Badener zum Consul, welcher im Verein einen der höchsten Ehrentitel darstellt. In seiner Dankesrede lobte er die Arbeit der Garde und ihr traditionsbewußtes Bemühen um das Brauchtum in Baden-Baden.

Der nächste Künstler ist auf der Bühne eine Künstlerin mit Worten. Oma Schnaufmüller nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht auf Missstände in der Gesellschaft hinzuweisen. Oft schlüpfrig aber immer liebenswert, hinter Oma Schnaufmüller steckt Bodo Dittrich, der Chef der Kleinen Narrengesellschaft in der Nachbarstadt Rastatt.

Für einen Puls treibenden Abschluss sorgte der Hofnarr Luigi. Der Italiener mit schwäbischem Akzent sorgte mit einem Mix aus Adriano Celentano, dem Roten Pferd und dem Fliegerlied dafür, dass das Blut am Ende des Närrischen Dinners noch einmal gehörig in Wallung geriet.

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