Närrische Woche in Baden-Baden und Rastatt

Bis Aschermittwoch wurde in Baden Fastnacht gefeiert

Eine närrische Woche liegt hinter uns. Die letzten sieben Tage vor Aschermittwoch sind auch hier in Baden Höhepunkt und Abschluss der Fastnachtszeit zugleich. Angefangen haben die Narren am Schmutzigen Donnerstag mit dem Sturm auf das Baden-Badener Rathaus. Das Prinzenpaar Jürgen und Mariola raubte den Rathausschlüssel und sollte für eine Woche die Regentschaft in der Stadt übernehmen. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde es dämonisch in Haueneberstein. Bereits zum zehnten Mal hatten die Wildsäue vom Hungerberg zum inzwischen vielbeachteten Nachtumzug eingeladen. 62 Gruppen mit Hexen und Hästrägern aus ganz Baden waren der Einladung gefolgt und sorgten für Stimmung bei der alemannischen Fasnet.

Zwei Tage später, Sonntag früh in der Reithalle Rastatt. Die Große Karnevalsgesellschaft lädt zur Matinee mit Unterhaltung und Tanz, bevor es auf die Umzugsstrecke ging.

In Rastatt lachte die Sonne genauso wie zwei Tage drauf in Baden-Baden-Oos. Auf ihrem Prunkwagen Prinz Jürgen und Prinzessin Mariola hoch über der jubelnden Menschenmenge.

Zurück in Rastatt, beim 46. Umzug waren die Organisatoren nur knapp an der Einhundert teilnehmender Gruppen gescheitert, dennoch eine beeindruckende Zahl für die kleine Barockstadt.

Alemannische Fasnetsgruppen bildeten den Großteil der Teilnehmer beim zehnten Nachtumzug in Haueneberstein. Kamen die meisten Narren aus Nachbarorten, freuten sich die Wildsäue besonders über den Besuch der Liebenau-Häxa aus Neckartailfingen. Aber auch Tanja und Lucas, das Kinderprinzenpaar des SCC Haueneberstein wollte sich den Jubiläumsumzug auf keinen Fall entgehen lassen. Sie bewältigten die Strecke bequem in einer Holzrikscha.

Hoch oben auf ihrem Prunkwagen haben Jürgen und Mariola die Beste Aussicht über ihr Narrenvolk auch wenn sie den Überblick über die Anzahl der verteilten Küsschen längst verloren haben. Ein echter Fastnachter kann halt nicht anders. Prinzessin Mariola ist begeistert von den den Narren in Baden-Baden und zeigt sich dankbar, dass sie diese Erfahrung machen durfte.

Auch ein unvergessliches Erlebnis lieferten die Teilnehmer beim zehnten Nachtumzug in Haueneberstein ab, Feen und Schmetterlinge verzauberten die Menschen am Straßenrand, Dämonen versuchten den Winter auszutreiben und Hexen trieben immer wieder ihre Späße vornehmlich mit den jungen Frauen unter den Besuchern. In Baden weiß man die fünfte Jahreszeit zu feiern, ob nun bei Nacht oder auch am Tag wie am Dienstag in Baden-Oos.

Leider nicht immer alles hat in der Vergangenheit in Rastatt zusammengepasst, zumindest was die Organisation des traditionsreichen Umzuges angeht. Inzwischen hat man eigens ein Komitée gegründet. Der GroKaGe Chef erklärt uns, warum trotz der Wirren der Umzug 2011 in vorbildlicher Weise gefeiert werden konnte. Das haben auch die vielen Tausend Besucher am Straßenrand in Rastatt so gesehen. Der Umzug kann weiter gehen und das Dank der freiwilligen Helfer.

Strahlender Sonnenschein am Dienstag in Baden-Baden-Oos ließ die Jahre vergessen, in denen der Umzug verregnet oder verschneit war. Rund fünfzehntausend Besucher erlebten den Umzug 2011 entlang der viele Kilometer langen Strecke. Die Organisatoren vom OCV freuts und sie haben sogar noch eine Erklärung parat.

Für den Prinzen stand die Kampagne unter einem guten Stern, sein persönliches Highlight war aber nicht der große Umzug in Oos, er geht zu dem Moment zurück, als er mit Mariola die Herrschaft in Baden übernommen hatte.

Wenn in der Vergangenheit der Umzug in Oos durch kleinere Ausschreitungen und Alkoholgenuß bei Jugendlichen von sich reden gemacht hat, dann haben die Organisationen ihre Lehren daraus gezogen. Mehr Sicherheit an der Strecke und Aufklärung im Vorfeld ließen des Fastnachtsumzug in Oos 2011 freidlich verlaufen.

Und so gab es auch vom Roten Kreuz keine nennenwerten Berichte, die Sanitäter waren an neun Posten mit insgesamt sechsundzwanzig Bereitschaftskräften vor Ort.

Ein schöneres Resümée können Sanitäter und Sicherheitskräfte kaum ziehen. In Baden feiert man die Fastnacht der Freude wegen, alle arbeiten Hand in Hand, um den Menschen Spaß zu machen. Bestes Wetter und keine Zwischenfälle lassen die Organisatoren aufatmen, nochmal der Umzugsleiter.

Und selbst beim Nachtumzug in Haueneberstein ist bis früh in den Morgen alles friedlich verlaufen, hier haben hunderte Jugendliche lange auf den Straßen und in der Eberbachhalle weiter gefeiert.

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