Die freundlichsten Lehrer im Land

Wolfgang Krieg setzt seine Reihe der "Freundlichsten ... im Land" fort

Bis zum 31. Mai konnten Vorschläge für den freundlichsten Lehrer und die freundlichste Lehrerin im Land eingeschickt werden. Über hundert Geschichten aus ganz Baden-Württemberg kamen zusammen, die prominente Jury hatte es nicht leicht. Jetzt wurden die drei Sieger im Europapark ausgezeichnet.

"Uns geht es dabei nicht um die Freundlichkeit allein, wir wollten in diesem Jahr Lehrer auszeichnen, die sich durch eine besondere Geschichte hervor getan haben!" so der Initiator der Aktion Wolfgang Krieg, Bürgermeister von Dobel und ehemaliger Bauunternehmer aus Rastatt.

So eine Geschichte hat Beate Beyer zu erzählen, sie ist Lehrerin an der Elise von König Hauptschule in Stuttgart. Für den Handarbeitsunterricht ließ sie eine über einhundert Jahre alte Nähmaschine restaurieren, um darauf mit ihren Schülern Tiere zu nähen, wie es bereits die legendäre Margarete Steiff getan hatte. "Ich überlege mir jeden Tag, was kann ich mit den Kindern machen. Am Montag frage ich mich, was sie wohl am Wochenende getan haben." Nach Hauptschulabschluß, Familie und Abendschulabi begann sie ihr Studium zur Lehrerin: "Wenn man sowas mitmacht, dann will man das auch; eine ganz schöne Buckelei!" Beate Beyer zeigt damit ihren Schülerinnen ud Schülern, dass sie eine von ihnen ist, sie ist authentisch und dafür wurde sie geehrt.

Blanka Mandel ist seit drei Jahren Leiterin der Quellengrundschule in Marbach Rielingshausen. In dieser Zeit wurde ein Förderverein gegründet, der in der Schule eine Nachmittags und Hausaufgabenbetreuung für die Kinder anbietet. Ausserdem konnte die junge Rektorin den Pausenhof der Schule komplett neu und freundlicher gestalten.

Der dritte Sieger ist Markus Sperl, von der Oberschule der Europa-Schule in Karlsruhe. Seine Schüler aus der Informatik-Klasse hatten ihn für den Wettbewerb vorgeschlagen. Seine Auszeichnung führt er zurück auf seine Fähigkeit, die Schülerinnen und Schüler "auf Augenhöhe motivieren" zu können, das ginge seiner Meinung nach nur ohne Druck. Den Titel "Freundlichster Lehrer" verteidigt er: "In einem Land, dessen Touristenführer die Deutschen als unfreundlich auch untereinander beschreibt - Ausländer sollten sich darauf einstellen - ist diese Auszeichnung eine große Ehre!"

In der Jury saßen die Baden-Badener Schauspielerin Ursula Cantieni und die Europa-Park Chefin Marianne Mack. Beide waren sich einig, dass eigentlich jeder Lehrer, dem das Wohl der Schüler am Herzen liegt, den Preis verdient hätte. Ursula Cantieni: "Die Lehrer haben ein hartes Brot, sie machen mehr als sie leisten müßten!"

Wolfgang Krieg weiß unterdessen, dass jede Berufsgruppe im Land es verdient habe, ausgezeichnet zu werden, die sich um das Wohl anderer Menschen kümmert. Nach dem freundlichsten Postboten, Krankenpfleger, Taxifahrer und zuletzt nun Lehrer, werde er sich auch im Jahr 2010 auf die Suche nach der oder dem freundlichsten "..." machen.

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