Närrischer Reigen um den Ulmer Hexensud

Erstmals 1000 Narren beim traditionellen Fasentauftakt der Brauerei Bauhöfer

Traditionell fördern die Schellenberg-Hexen aus Donaueschingen den Hexensud aus dem Kellergewölbe der Brauerei Bauhöfer in Renchen-Ulm ans Tageslicht

Quelle: Ulmer Bier

Noch nie waren so viele Narren mit von der Partie, um den Hexensud, das traditionelle Fasentgebräu der Brauerei Bauhöfer mit aus den Tiefen des Kellers zu holen. Mit viel Rauch, Zischen und Fanfarenklängen wurde der närrische Reigen eröffnet.

Renchen-Ulm Es ist schon guter Brauch, dass gleich nach Dreikönig die Familienbrauerei zu diesem Ereignis lädt. Bereits zum neunten Mal waren die Narren dabei, wenn es hieß „Närrisch wird die Narrenbrut erst durch Ulmer Hexen Sud.“ Unter der Aufsicht der Hexenbraumeister Alexander Schneider und Gustav Bauhöfer sowie Hexensudmeister Siegbert Meier zogen die Schellenberg-Hexen aus Donaueschingen traditionell das Gebräu aus den Tiefen der Keller. „Wir sind für die lange Kampagne gut gerüstet und haben entsprechend mehr eingebraut“, berichtete Siegbert Meier. Groß war das Lob vom Narrrenvolk für den Geschmack des Hexensuds. Was Braumeister Alexander Schneider und seine Mitarbeiter da am 11. November im Beisein von 360 Vereinsvorständen eingebraut hatten, mundete jetzt allen vorzüglich. Nach der ersten Kostprobe im Brauereihof zog das lustige Narrenvolk rasch in die warme Halle, wo DJ Jochen Kupferer ordentlich einheizte.

Allein vier Guggemusiken waren zu dem Spektakel nach Ulm gekommen. Die „Die letzten Heuler“ aus Achern unter Vorsitz von Mario Reckert setzten den musikalischen Auftakt. Die Bläch Forrest Guggy’s aus Achern unter Leitung von Gregor Harter, die Knallfrosch-Kombo aus Offenburg-Weier, und die „Rotkäppchen Blech Bänd“ aus Rheinbischofsheim gaben sich mit schrägen Tönen ein munteres musikalisches Stelldichein. Aber auch buntes Narrenvolk aus allen vier Himmelsrichtungen gab sich die Ehre. Von Karlsruhe bis Freiburg, von Donaueschingen bis Rheinau waren die Hästräger angereist, um das Traditionsgetränk auf den Weg zu bringen.

Jedes Jahr sind neue Hästräger mit von der Partie, so die „Steinbrecher“ aus Gaggenau-Sulzbach oder die „Triboker“ aus Diersche. Daneben tummelten sich „Eechboomgeschder“ aus Legelshurst und Laufer „Rebdaifel“. Die „Almenkutz“ waren von St. Wendel in Oberkirch-Bottenau herabgestiegen und die „Finstertal Hexen“ aus Nesselried ließen keinen Zweifel aufkommen, dass sie angetreten waren, um den Winter auszutreiben. Seit Jahren halten die „Oostal-Fetzer“ aus Baden-Baden den Ulmer Bierbrauern die Treue.

Wer vom Narrenvolk noch seine aktuellen Termine 2011 in den Fastnachts-Kalender der Brauerei eintragen will, kann dies jederzeit unter online (Link weiter unten) kostenlos tun. Die Internet-Plattform hat sich als größtes Forum für närrische Termine in der Region etabliert. Aktuell sind knapp 500 Termine eingestellt und werden täglich von etwa 250 online Besuchern angeklickt. In der Fastnachtswoche sind es über 1000 Klicks am Tag, berichtet Prokurist Michael Ziegler.

Zufällige Videos

Neueste Meldungen

  • Rastatt - Der IHK-Präsident würdigte das ehrenamtliche Engagement der Geehrten: „Neben der Verantwortung gegenüber einzelnen Absolventen übernehmen Sie Verantwortung gegenüber der Wirtschaft. Mit Ihrer Unterstützung können wir beispielsweise den Unternehmen anhand des IHK-Zeugnisses eine verlässliche Grundlage für Ihre...
  • Calw - Die Künstlerinnen bringen heitere, besinnliche und leidenschaftliche Lieder aus der Welt der großen, alten Chansons der Piaf und anderer, mit Titeln wie "La Vie en rose", "Je ne regrette rien", "Accordéon", "La Bohème" und wunderschönen stimmungsvollen Piano Soli. Ihr erstes öffentliches Konzert in diesem Jahr geben die...
  • Baden-Baden - Das Erarbeiten von Optimierungsvorschlägen im Rahmen des „Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses“ ist Teil des Qualitätsmanagements der Schöck AG. Das Unternehmen belohnt das Engagement seiner Mitarbeiter. Regelmäßig werden Monatssieger gekürt. Am 19. März 2018 wurden vier Jahressieger mit einer zusätzlichen Prämie...
  • Baden-Baden - Die Eberhard-Schöck-Stiftung und die Schöck Bauteile GmbH haben in feierlichem Rahmen den Schöck Bau-Innovationspreis in Ulm verliehen. Jedes Jahr werden drei Hochschulabsolventen für herausragende Abschlussarbeiten beim Branchenforum von Schöck prämiert. Die Preisträger kommen in 2018 von den Hochschulen in Dresden...