Neue Kirchenorgel für St. Wendelin in Weisenbach

Zwei Jahre dauerten Umzug und Einbau der neuen Kirchenorgel für St. Wendelin in Weisenbach. Der Pfarrgemeinderat fand diese Orgel in Essen, diese stand wegen Sparmaßnahmen der Gemeinde St. Christopherus in Essen-Kray zum Verkauf. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde die haushohe Orgel jetzt in Weisenbach geweiht.

Dank der Unterstützung des 2004 gegründeten Kirchenbauvereins konnte der Kauf der Essener Orgel erleichtert werden. 200.000 Euro waren nötig, um die sogenannte Klais-Orgel abzubauen, ins Murgtal zu bringen und hier modifiziert wieder aufzubauen. Darüber hinaus wurde das Kircheninstrument modernisiert, um ausgewählte Register erweitert und mit elektronischen Bedienhilfen für den Organisten ergänzt. Allein der Förderverein konnte inzwischen über 60.000 Euro sammeln.

Der erzbischöfliche Orgelinspektor aus Freiburg hatte bereits in den achtziger Jahren Bausubstanz und Klang der bisherigen Orgel massiv kritisiert. Die Orgel sei mit minderwertigen Materialen gebaut worden und nach nur sechzig Jahren in St. Wendelin Weisenbach bereits am Ende ihres Instrumentenlebens angekommen. "Die technische und klangliche Substanz dieser Orgel [...die Neue aus Essen...] ist sehr gut. Der Zustand ist ausgezeichnet. Mit einigen wenigen Anpassungsmaßnahmen, die von der Substanz in jeder Hinsicht gerechtfertigt sind, wird dieses Instrument in Weisenbach eine hervorragende Wirkung haben!" so Martin Dücker.

Die neue, alte Orgel scheint dabei in ihrer Grundausstattung wie für den Raum der Kirche St. Wendelin gemacht zu sein. Die fulminante äußere Erscheinung setzt die Idee der (Neo) Gothik mit ihrer schlanken und hoch aufstrebenden Silhouette sehr gut ins Bild.

Zwei Jahre Umbau des Orgelpodestes waren nötig geworden, der Spieltisch wurde vom Körper gelöst, sodass der Kirchenchor zukünftig zwischen Organist und Orgel steht, damit in die Kirche hineinschauen kann und zugleich im Blickfeld des dirigierenden Organisten steht. Professionell angepasst wurde die neue Orgel von den Baumeistern Matz und Luge aus Rheinmünster

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