1955er VW Käfer fährt ins Bühler Stadtmuseum

96-jährige Halterin Johanna Cohors-Fresenborg war im Frühjahr gestorben

Nach fünfundfünfzig Jahren macht sich ein kleiner, liebenswerter Volkswagen wieder auf die Reise. Mitarbeiter vom Stadtgeschichtlichen Institut in Bühl haben am Dienstag diesen in die Jahre gekommen VW Käfer in stratosilber in Empfang genommen. Johanna Cohors-Fresenborg gehörte dieser kleine Oldtimer mit dem seltenen Bühler Kennzeichen. Im Frühjahr war die alte Dame dann verstorben.

Der Käfer ist also quasi aus erster Hand, zu Lebzeiten wollte sich die 96-Jährige nicht von ihrem Käfer trennen, der sie über ein halbes Jahrhundert begleitet hatte. Scheckheftgepflegt war der kleine Käfer mit 30 PS-Motor sowieso. Das bestätigt auch Rolf Wälde, der mit einem 1960er Magirus einen angemessenen, historischen Schlepper besorgt hatte. Und das obwohl der Volkwagen durchaus noch aus eigener Kraft fahren könnte.

1955 hatte Johanna Cohors-Fresenborg den VW Käfer beim Volkswagenhändler "Hatz" in Bühl für damals 4800 DM gekauft. Bis zuletzt war sie die einzige Eigentümerin des Fahrzeugs. Mit einem Austauschmotor, einer Laufleistung von nur 100.000 Kilometern und einer vor 15 Jahren aufgefrischten Lackierung sieht der VW aus als käme er aus dem Autohaus. Die alten Bühler Kennzeichen werden normalerweise nicht mehr neu vergeben. Der Leiter des Stadtmuseums richtet daher seinen Appell an die Verwaltung.

Da kann ja kaum noch etwas schiefgehen. Der junggebliebene 55er VW Käfer wird also zukünftig im Bühler Stadtmuseum zu sehen sein, ausserdem wird er bei schönem Wetter Ausfahrten machen und auf das Stadtgeschichtliche Institut hinweisen.

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