Volksschauspiele Ötigheim gut bedacht: seit fünfzig Jahren steht die »innovative Konstruktion«

Sohn des Architekten Emil Heid beschreibt die Anforderungen an den Bau 1960

Vor genau fünfzig Jahren wurde die Freilichtbühne in Ötigheim wie wir sie heute kennen gebaut. Unter statischen Gesichtspunkten eine Meisterleistung zu seiner Zeit. Das Dach überspannt eine Fläche von 1500 Quadratmetern ganz ohne Zwischensäulen. Genaue Messungen der Tragfähigkeit des Kiesbodens und der Prüfung der damals innovativen Seilspannkonstruktion für die Erfordernisse der Bühne waren unerlässlich.

Schon in den 60ern hatte die Josef Saier Stiftung den Bau der Bühne mitfinanziert. Die Stiftung, benannt nach dem Gründer der Volksschauspiele Pfarrer Josef Saier, unterstützt seither die Freilichtbühne baulich und programminhaltlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Doch nicht nur, weiß der neue Stiftungspräsident und Landrat Jürgen Bäuerle, als Lobby für die Volksschauspiele könne die Stiftung z.B. beim Land "die eine oder andere Türe öffnen!"

Der Architekt Emil Heid wurde anläßlich des Theaterfestes am vergangenen Sonntag mit der Josef Saier Medaille in Gold ausgezeichnet, damit geht die Stiftung ihrer zweiten bedeutenden Aufgabe für die Volksschauspiele nach, nämlich Auszeichnungen an die Persönlichkeiten zu verleihen, die sich im Interesse für die Volksschauspiele verdient gemacht haben.

Doch nicht nur der Bau der Überdachung erforderte neue Ideen, auch die Bauabnahme durch offizielle Stellen fand sich damals ganz neuen Herausforderungen ausgesetzt. Bautechnische Probleme nie dagewesener Art machten statische Prüfverfahren nötig, die es ebenso vorher nicht gegeben hatte.

Und so steht die Bühne auch nach fünfzig Jahren noch sicher verankert und bietet wettergeschützte Sitzplätze für über viertausend Besucher der Volksschauspiele Ötigheim.

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