Mosaik steht für deutsch-französische Freundschaft

Zehn Jahre nachdem die letzten französischen Soldaten Baden-Baden verlassen haben wurde jetzt das einstige Wappen der "Forces Francaises en Allemagne", der französischen Streitkräfte in Deutschland in der Cité aufgestellt. Ein Glaskünstler hatte das über zwei Meter große Kunstwerk aufwändig restauriert.

Rund dreihundert ehemalige Angehörige der französischen Streitkräfte in Deutschland waren am Mittwoch nach Baden-Baden gekommen, um Zeuge zu werden bei der feierlichen Enthüllung des restaurierten Militärwappens. Hier auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Cité befanden sich bis 1999/2000 Kaserne wie auch Wohnungen der französischen Soldaten. So kam es, dass so mancher Veteran eine Träne verdrücken musste, erinnern sich doch viele Franzosen gerne an die Zeit in Baden-Baden zurück.

Sigrun Lang: "Aus den Besatzern von damals sind über einen langen Zeitraum Freunde geworden!" so die damalige Oberbürgermeisterin bei der Enthüllung des Mosaiks. General Jean-Louis Brette war acht Jahre in Baden-Baden stationiert, als langjähriger Oberbefehlshaber der Forces Francaises en Allemagne verbindet war der Besuch jetzt ein emotionales Ereignis: "Ich fühle mich hier zuhause! Wir haben mit allen Waffengattungen der Bundeswehr gerne zusammen gearbeitet, mit General Lange verbindet mich eine tiefe Freundschaft!" Er hofft nun, dass auch junge Menschen die gewachsenen Freundschaften weiterpflegen: "Die Jungen müssen es den Alten nachmachen!"

Brette sieht, genauso wie die Deutsch-Französische Gesellschaft Baden-Baden, das restaurierte Mosaikwappen als weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einem zu schaffenden Deutsch-Französischen Freundschaftsmuseum hier in Baden-Baden.

Das Mosaik:
Das Wappen der französischen Streitkräfte wurde als Mosaik von der Künstlerin Chantal Meßmer geschaffen. Nachdem die Soldaten abgezogen waren, lag es die letzten Jahre im Dornröschenschlaf und sein Zustand verschlechterte sich von Jahr zu Jahr. Die Entwicklungsgesellschaft Cité nahm nun gerne Geld in die Hand und beauftragte den Steinbacher Glaskünstler Andres Linnenschmidt mit der Restauration. In Italien wurde eine Glashütte gefunden, welche vergoldetes und Glas in den passenden Farben herstellen kann. Verloren gegangene Glassteine mussten ersetzt werden. Auch musste die Betonplatte "stabilisiert" werden. In einem aufwendigen Verfahren wurde die alte Grundplatte wie ein Schweizerkäse gelocht und mit Kunstharzinjektionen haltbar gemacht.

Die Kunst des Glasers liegt darin, das Erscheinungsbild von damals wieder herzustellen, altes und neues Material harmonisch zu verbinden. Auch Linnenschmidt empfindet das Mosaik als Symbol für die Freundschaft zwischen beiden Völkern: "Der italienische Barockkünstler Michelangelo Caravaggio sagte, Mosaike sind Bilder für die Ewigkeit!"

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